Betriebsratssitzung
Coaching-Tipps für ein gutes Protokoll

Betriebsrat Meeting

Von jeder Betriebsratssitzung ist ein schriftliches Protokoll anzufertigen. So schreibt es das BetrVG vor. Doch viele scheuen sich davor, Protokollführer zu sein. Worauf Sie beim Führen eines Protokolls achten müssen und wie es Ihnen leichter fällt, erklärt Beraterin Andrea Breme in der »Arbeitsrecht im Betrieb« (AiB) 5/2016.

Sie sollten sich vor allem darüber im Klaren sein, dass Sie sich auf Ihre Arbeit als Protokollant gut vorbereiten müssen. Besonders mit der anstehenden Tagesordnung sollten Sie sich vertraut machen. Machen Sie nicht den Fehler, die ganze Sitzung konzentriert mitzuschreiben, aber selber nicht in Erscheinung zu treten.

Der Protokollant sollte nachfragen und sich einmischen

Der konzentrierte Blick auf das Sichern des Verlaufs der Diskussion und der Ergebnisse steht im Mittelpunkt. Fragen Sie also ruhig mal dazwischen:

»Zu Punkt X habe ich Folgendes notiert… – seid ihr damit einverstanden/gibt es Ergänzungen?«

Sollten Sie den Überblick über das Gesagte verlieren, da eine Diskussion besonders heftig ist, teilen Sie es Ihren Kolleginnen und Kollegen mit:

»Einen Moment bitte, Kollege, ich komme bei deinem Beitrag nicht mit…«

Schalten Sie sich ein, wenn Beiträge aggressiv oder unsachlich sind. Halten Sie wichtige Aussagen oder Zusagen der Geschäftsführung ausdrücklich fest, denn nur so kann Verbindlichkeit hergestellt werden. Sie müssen erkennen, dass das Führen eines Protokolls mehr als nur schreiben ist. Es kann auch ein Steuerungsinstrument sein und sollte dazu dienen, den Sitzungsprozess mitzugestalten.

Die Expertin:

Andrea Breme,
Training, Coaching und Beratung für Betriebsräte.
www.ccm-seminare.de

Quelle:

»Arbeitsrecht im Betrieb« (AiB) 5/2016, Magazin S. 7

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