Betriebsratsarbeit
So gelingt gute Teamarbeit

Feuerwehrauto

Was haben Betriebsrat und Freiwillige Feuerwehr gemeinsam? Beide müssen im Team arbeiten. Und sie sollten im Notfall sofort einsatzbereit sein. Was nicht immer auf Anhieb klappt. Mit welchen Schritten das »Wir« gelingt und welche Rolle dabei der Betriebsratsvorsitzende spielt, lesen Sie in der »Arbeitsrecht im Betrieb« (AiB) 7-8/2017.

Stellen Sie sich vor: Ihr Haus brennt. Die Freiwillige Feuerwehr rückt an. Der Einsatzleiter springt vom Wagen und will loslegen. Da kommt die erste Feuerwehrfrau und sagt: „Heute kann ich leider nicht beim Löschen helfen, da ich zu viel Arbeit auf meinem Schreibtisch habe“. Ein Feuerwehrmann meint: „Also mit diesen Schläuchen und Knöpfen hier kenne ich mich nicht so aus. Da brauche ich erst mal eine Schulung. Davor kann ich nichts machen“. Und ein drittes Mitglied der Wehr sagt: „Du bist nicht mein Chef und hast mir gar nichts zu sagen.“ Zuletzt kommt ein relativ neues Mitglied und meint: „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht zur Feuerwehr gegangen.“ Da wünscht man sich eine gute Feuerversicherung…

Auch der Betriebsrat kommt, wenn es brennt

Was hat das mit Ihrer Betriebsratsarbeit zu tun? Betriebsräte wie Feuerwehrleute machen ihre Arbeit freiwillig. Ein Feuerwehrkommandant, der auch Betriebsratsmitglied ist, hat es so auf den Punkt gebracht: „Bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es nur zwei Dinge, die freiwillig sind: Mitmachen und Aufhören.“ Was für die Feuerwehr gilt, trifft auch auf den Betriebsrat zu. Dessen Mitglieder sollten für den Ernstfall gerüstet sein. Das bedeutet, sich regelmäßig zu qualifizieren und ein gemeinsames Verständnis für die Zusammenarbeit im Betriebsrat zu haben.

Klare Orientierung für gemeinsame Arbeit

Die Grundlagen stehen im Betriebsverfassungsgesetz, das ist allen Betriebsratsmitgliedern klar. Deshalb nützt es wenig, immer wieder mit Paragrafen zu kommen. Was können Sie stattdessen probieren? Erzählen Sie doch mal die Geschichte vom brennenden Haus! Den Kolleginnen und Kollegen, die nicht zur Sitzung kommen, weil sie so viel Arbeit haben. Erzählen Sie die Geschichte den Kolleginnen und Kollegen in den Abteilungen. Erzählen Sie diese Geschichte Vorgesetzten und Arbeitgebern. Das Ziel: Allen sollte sofort klar werden, worum es geht.

Wie Sie es schaffen, dass der Satz „Stell dir vor dein Haus brennt“ zum geflügelten Wort wird und wie Sie von dieser Einstellung profitieren können, das beschreibt der langjährige Betriebsrats-Berater Rudolf Reitter im Beitrag „Erfolgreiche Teamarbeit im Büro“ in AiB 7-8/17 ab S. 44.

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(CS)