Beschäftigtendatenschutz
Datenschutz im Betriebsratsbüro

Datenschutz Tastatur

Die Belegschaftsvertretung hat auch in ihren »eigenen vier Wänden« konsequent auf den Datenschutz zu achten. Und das in eigener Verantwortung. Wie das professionell funktioniert, lesen Sie im Titelbeitrag der »Computer und Arbeit« (CuA) 7-8/2016 von Silvia Mittländer.

Betriebsräte sind im Rahmen ihrer vielfältigen Aufgaben darauf angewiesen, personenbezogene Daten der von ihnen vertretenen Beschäftigten zu nutzen. So ist es nahezu unmöglich, einen Widerspruch zu einer betriebsbedingten Kündigung gewissenhaft zu fertigen, ohne Daten des Betroffenen aber auch vergleichbarer Kolleginnen und Kollegen zu prüfen. Das Kontrollieren der Arbeitszeitkonten ergibt ohne Beschäftigtendaten keinen Sinn. Auch das Beobachten der Krankenfehltage zum Prüfen der vereinbarten Regelungen zum betrieblichen Eingliederungsmanagement oder zum Ableiten von Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ohne personenbezogene Daten ist meist wenig effektiv. Die beispielhafte Aufzählung zeigt deutlich, dass Betriebsräte auf personenbezogene Daten angewiesen sind. Umso wichtiger ist ein gewissenhafter Umgang damit.

Eigener Datenschutzbeauftragter für die Interessenvertretung

Die Belegschaftsvertretung kann und muss in ihrem Büro den Datenschutz selbstständig organisieren. Denn der Datenschutzbeauftragte bleibt als verlängerter Arm des Arbeitgebers außen vor. Betriebsräte sollten deshalb klare Datenschutzregeln aufstellen und einen eigenen Datenschutzbeauftragten benennen, der sich intensiv mit dem Datenschutz befasst und sich auf dem neuesten Stand hält. Nur so ist heutzutage überhaupt noch zu gewährleisten, dass im Datenschutz alles in richtigen Bahnen verläuft – im Betrieb und im eigenen Laden.

Mehr lesen bei: Silvia Mittländer, Betriebsrat contra Arbeitnehmerdaten, in: CuA 7-8/2016, 8 ff.

Bildquellen

  • Datenschutz Tastatur: © Gina Sanders / Foto Dollar Club