Das neue Jahrbuch Gute Arbeit 2010 liefert dazu Analysen, Daten und Debattenbeiträge
(Frankfurt). - Müssen in der Krise Ansprüche an Arbeitsqualität zurückstehen? Folgt jetzt, gerade angesichts steigender Unternehmensinsolvenzen und Arbeitslosenzahlen, der Griff in die Mottenkiste: „Hauptsache Arbeit, egal welche?“ Wirtschaft und Politik sehen das offenbar so. Keine Frage, jeder Arbeitsplatz muss verteidigt werden. Da kommt auf Gewerkschaften und Betriebsräte eine Riesenaufgabe zu.
Aber noch mehr Lohnverzicht, noch mehr Hungerlöhne, Leiharbeit, befristete und Mini-Jobs, noch mehr Verschleiß und noch mehr Stress durch weiteren Personalabbau und Umstrukturierungen – so kann die Zukunft der Arbeit auch nicht aussehen. Gerade in der Krise gilt: Es lohnt sich, für Gute Arbeit zu streiten. Es ist sinnvoll. Und es ist auch dringend nötig.
Das neue Jahrbuch Gute Arbeit 2010 steht ganz im Zeichen dieser Thematik. Es bietet dazu Debattenbeiträge und stellt unterschiedliche strategische Lösungsansätze zur Diskussion. Expertinnen und Experten aus Gewerkschaften, Wissenschaft und betrieblicher Praxis sondieren Handlungsfelder für Gute Arbeit. Zahlreiche Beiträge sind dem Erfahrungsaustausch gewidmet: Betriebliche Initiativen und gewerkschaftliche Aktionen zeigen, dass sich das Ringen um Gute Arbeit auch in der Krise lohnt.
Neben der europäischen Dimension werden auch zentrale Befunde des DGB-Index Gute Arbeit beleuchtet. Ergänzend dazu liefert das nach 2009 bereits zum zweiten Mal erscheinende Jahrbuch Daten, Zahlen und Fakten rund um „Gute Arbeit“.
Außerdem finden sich auf dem kostenfreien Online-Portal www.gute-arbeit-praxis.de weitere Informationen und Links zum Thema.
Bibliografie: Schröder/Urban (Hrsg.): Gute Arbeit, Handlungsfelder für Betriebe, Politik und Gewerkschaften - Ausgabe 2010, Bund-Verlag, 2. Auflage 2010, 491 Seiten, gebunden, € 39,90, ISBN: 978-3-7663-3928-7
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