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Die Bundesregierung will die Nutzung von Langzeitkonten stärker verbreiten

[01.03.2012]Am 14. März 2012 hat das Bundeskabinett den Bericht der Bundesregierung über die Auswirkungen des so genannten "Flexi-II-Gesetzes" beschlossen. Mit diesem Gesetz sind im Jahr 2009 die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Wertguthaben verbessert worden. Mit dem Bericht genügt die Bundesregierung nicht nur einem gesetzlichen Evaluierungsauftrag, sondern nutzt die Gelegenheit, die weitere Verbreitung von Wertguthaben anzustoßen.

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 Die Bundesregierung will die Nutzung von Langzeitkonten stärker verbreiten

Am 14. März 2012 hat das Bundeskabinett den Bericht der Bundesregierung über die Auswirkungen des so genannten "Flexi-II-Gesetzes" beschlossen. Mit diesem Gesetz sind im Jahr 2009 die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Wertguthaben verbessert worden. Mit dem Bericht genügt die Bundesregierung nicht nur einem gesetzlichen Evaluierungsauftrag, sondern nutzt die Gelegenheit, die weitere Verbreitung von Wertguthaben anzustoßen.

Der demografische Wandel ermöglicht ein längeres Arbeitsleben. Wertguthaben - vielfach als Langzeitkonten bezeichnet - sind ein Instrument, das den Beschäftigten Flexibilität und Freiraum bei ihrer Arbeitszeitorganisation auch über einen längeren Zeitraum geben kann.

Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales:
"Wenn wir wollen, dass die Menschen länger arbeiten, dann müssen wir ihnen Flexibilität und Freiraum geben. Bei den Langzeitkonten ist noch Luft nach oben. Hier setze ich vor allem auf die Sozialpartner. In Zeiten, in denen sich Arbeit verdichtet und Fachkräfte knapp werden, bieten Langzeitkonten beiden Seiten Vorteile."

Die zentralen Ergebnisse der dem Bericht zugrunde liegenden wissenschaftlichen Studie zeigen, dass dieses Instrument noch ein enormes Potenzial bietet:

  • Bereits etwa 40.000 Betriebe in Deutschland führen Wertguthaben, mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter größere Arbeitszeitguthaben oder Arbeitsentgeltbestandteile explizit mit dem Ziel längerfristiger Freistellungen ansparen können; das sind allerdings erst zwei Prozent aller Betriebe.
  • Die Verbreitung hängt signifikant von der Betriebsgröße ab: Der Anteil bei Betrieben mit 500 und mehr Beschäftigten liegt mit 13 Prozent deutlich über dem Schnitt.
  • Vorreiter in der Privatwirtschaft sind die Chemie- und die Metallindustrie.
  • Betriebe des öffentlichen Dienstes bieten ihren Mitarbeitern solche Konten insgesamt deutlich häufiger an als Betriebe der Privatwirtschaft; im öffentlichen Dienst beträgt der Anteil sieben Prozent.
  • Bislang nutzen die Beschäftigten Wertguthaben überwiegend zum vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand und weniger zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Kindererziehung und Pflege) oder zur Weiterbildung oder Sabbatical
  • Die unter den Möglichkeiten der Regelung liegende eingeschränkte Verbreitung und Nutzung liegt in erster Linie daran, dass zum Zeitpunkt der Erhebung das noch sehr neue "Flexi-II-Gesetz" bei Personalverantwortlichen und Beschäftigten kaum bekannt war.


Quelle: Pressemitteilung des Bundesarbeitsministerium 14.3.2012.

(bal)