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Gerechtigkeitsumfrage 2013 Gleiche Chancen für Kinder und auf dem Arbeitsmarkt

[14.02.2013]Die Deutschen messen Gerechtigkeit nach den Chancen, die sich ihnen eröffnen. Dies zeigt eine Umfrage des Allensbach Instituts, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Eine Handlungsaufforderung an die Politik, denn 64 Prozent der Befragten glauben, dass die soziale Gerechtigkeit in Deutschland in den letzten Jahren abgenommen hat.

Im Wahljahr 2013 streiten die Parteien verstärkt über soziale Gerechtigkeit. Mit gutem Grund, wie die Umfrage belegt, die das des Allensbach Institut für Demoskopie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (ISNM) durchgeführt hat. Die Studie zeigt, dass die Bevölkerung ein sehr differenziertes Bild von Gerechtigkeit hat, die sich vor allem auf dem Bildungssektor und dem Arbeitsmarkt manifestieren muss.

Auf die Frage, was für sie »soziale Gerechtigkeit« konkret bedeutet, anworteten:

  • 91 Prozent: Dass man von dem Lohn für seine Arbeit auch leben kann
  • 90 Prozent: Alle Kinder haben die gleichen Chancen auf eine gute Schulbildung
  • 77 Prozent: Der Staat sorgt für eine Grundsicherung, damit niemand in Not gerät
  • 70 Prozent: Wer mehr leistet, soll auch mehr verdienen als derjenige, der weniger leistet
  • 68 Prozent: Dass ältere Arbeitnehmer die gleichen Beschäftigungschancen haben wie jüngere Arbeitnehmer.


In der detaillierte Auswertung wird aus Sicht des Instituts und der Auftraggeberin ISNM deutlich, dass die im Dezember 2012 und Januar 2013 rund 3500 Befragten die Chancengleichheit definitiv als den wichtigsten Teilaspekt der sozialen Gerechtigkeit ansehen. »Nur für 21 Prozent der Befragten hat Verteilungsgerechtigkeit Vorrang, wohingegen fast dreimal so vielen – 57 Prozent – Chancengerechtigkeit am wichtigsten ist«, sagte Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des IfD Allensbach, bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

»Für 90 Prozent der Befragten ist das Ziel, allen Kindern gleiche Bildungschancen zu geben, ausschlaggebend für soziale Gerechtigkeit«, hob der Geschäftsführer der INSM Hubertus Pellengahr hervor. Übereinstimmend mit der Mehrheit der Befragten sieht er vor allem die Politik in der Pflicht, für Chancengleichheit zu sorgen: »Bildung ist vorsorgende Sozialpolitik: Deutschland leistet sich zu viele Schulabbrecher und Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung. Mehr Gerechtigkeit entsteht durch gleiche Bildungschancen. Hier muss die Politik ihren Ankündigungen endlich Taten folgen lassen, statt auf rückwärtsgewandte Steuerdiskussionen oder populistische Umverteilungsforderungen zu setzen.«

Weiterführende Informationen:

»Chancen entscheidender Faktor für Gerechtigkeit«, ISNM, Pressemitteilung vom 14.2.2013