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Mindestlohn Kein Mindestlohn für Vertragsamateure

[27.02.2015]Vertragsspieler, die auf Minijobbasis in Sportvereinen angestellt sind, fallen nicht unter das Mindestlohngesetz - so Bundesministerin Andrea Nahles in einem Gespräch mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sport- und Fußball-Bundes. Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler hält diese Rechtsauffassung für falsch.

Bei Vertragsamateuren handelt es sich um Mitglieder der Vereine, die eine geringe Bezahlung für ihre Spieltätigkeit erhalten und in der Regel als Minijobber angemeldet sind. Um deren zukünftige Bezahlung zu klären, traf sich die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, mit den Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Grundsätzlich gilt der Mindestlohn für alle Arbeitnehmer. In der Regel ist eine Anmeldung zum Minijob mit der Arbeitnehmereigenschaft verbunden, sodass der Mindestlohn zu zahlen ist.

Förderung des Vereinszwecks und Spaß am Sport stehen im Vordergrund

Die Koalitionsfraktionen und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben im Bundestag während des Gesetzgebungsprozesses jedoch das gemeinsame Verständnis zum Ausdruck gebracht, dass Vertragsamateure nicht unter das Mindestlohngesetz fallen sollen. Das zeitliche und persönliche Engagement dieser Sportler zeige, dass nicht die finanzielle Gegenleistung, sondern die Förderung des Vereinszwecks und der Spaß am Sport im Vordergrund stehen. Somit ist davon auszugehen, dass es sich trotz Minijob nicht um ein Arbeitnehmerverhältnis handelt und der Mindestlohn keine Anwendung findet.

Kritik von der Vereinigung der Vertragsfußballspieler e.V. (VDV)

Diese Auffassung stößt bei der Spielergewerkschaft VDV auf Kritik. »Maßgebend sei nicht die individuelle Einschätzung einer einzelnen Ministerin, sondern einzig der vom Bundestag beschlossene Gesetzestext in seiner gültigen Fassung«, so VDV-Justiziar Dr. Frank Rybak. »Dieser Gesetzestext sehe keine Ausnahmeregelungen für Vertragsspieler vor, die auf Minijobbasis angestellt sind.«

Daher empfiehlt die VDV ihren über 18-jährigen Mitgliedern, die als Vertragsspieler auf Minijobbasis angestellt sind und vom Mindestlohngesetz profitieren möchten, bis auf weiteres weiterhin ihre Arbeitszeit zu dokumentieren, um den ihnen zustehenden gesetzlichen Mindestlohn geltend machen zu können.

Quelle:

BMAS, Meldung vom 23.02.2015

VDV, Meldung vom 24.02.2015

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