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AiB:Assist für den Betriebsrat


Der Betriebsrat findet in AiB:Assist alle wichtigen Informationen für seine Betriebsratsarbeit. Denn AiB:Assist ist das speziell für Betriebsräte entwickelte Online-Portal.

Alle Fragen rund um das Betriebsverfassungsgesetz wie Mitbestimmung, Freistellung, Betriebsratswahl, Sozialplan und Betriebsübergang werden genauso behandelt wie Fragen der Organisation des Betriebsrats oder Themen zum Kündigungsschutz, zum Arbeitsschutz und zum Gesundheitsschutz.

Der Betriebsrat findet auf jede Frage die passende Antwort, zudem Muster und Arbeitshilfen sowie die wichtigsten Urteile für seine Arbeit als Betriebsrat.

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Arbeit 4.0 Gefahren digitaler Arbeit

[09.06.2015]Digitalisierung, Crowd- oder Clickwork verändern die Arbeit. Rasant. Arbeit 4.0 bietet Chancen und birgt Risiken. Arbeitsplätze können wegfallen. Auf Schloss Meseberg diskutierte Kanzlerin Merkel mit Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften über Fragen der »Arbeit Vierpunktnull«.

Beschäftigung wandelt sich, Berufe fallen weg und neue entstehen. Jeder achte Arbeitsplatz könnte durch die Automatisierung wegfallen – so eine Studie des Bundesarbeitsministeriums. Was hat das zur Folge? All dies war Gegenstand des Zukunftsgipfels in Meseberg. Seitens der Gewerkschaften waren die Vorsitzenden des DGB, Reiner Hoffmann, der IG Metall , Detlef Wetzel, Frank Bsirske von Verdi und Michael Vassiliadis von der IG BCE sowie Klaus Dauderstädt vom dbb vertreten.

»Aus Arbeitnehmern dürfen keine kleinen Unternehmen werden«

Die Trends zu Crowd- und Clickwork sind unverkennbar. Viele Beschäftigte sind nicht mehr fest angestellt , werden vielmehr nach Stunden, Projekten und Ergebnissen bezahlt. Die Grenzen zwischen Arbeitnehmern und Selbständigen verschwimmen. In der digitalisierten Welt gewinnt ein neuer Typus von Selbständigen Bedeutung: es sind Unternehmer in eigener Sache. Wollen wir das? Die wirtschaftlichen Risiken für den Arbeitnehmer sind erheblich, die Gefahren der Prekarisierung liegen auf der Hand. „Aus Arbeitnehmer dürfen keine Kleinunternehmer werden“ – so IG BCE Chef Vassiliadis gegenüber dem Handelsblatt unmissverständlich im Vorfeld des Zukunftsgipfels.

Brauchen wir ein neues Arbeitszeitgesetz?

Kontroversen gibt es auch beim Arbeitszeitrecht. Forderungen nach Reformen gibt es schon länger. Mobiles Arbeiten von unterwegs oder zuhause aus hat die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben aufgelöst. Ein Arbeitnehmer, der abends dienstliche Mails erledigt und damit faktisch arbeitet, darf aber nach dem Arbeitszeitgesetz, das eine Ruhezeit vorsieht, nicht schon frühmorgens erscheinen. Brauchen wir daher ein neues Arbeitszeitgesetz? Doch – so Vassiliadis gegenüber dem Handelsblatt – sei das Arbeitszeitgesetz ja nur der Rahmen, der von den Unternehmen gemeinsam mit den Gewerkschaften und Betriebsräten ausgestaltet wird. Fragen wie die Gestaltung von Heimarbeit, flexiblen Arbeits- oder Bereitschaftszeiten lassen sich auch mit neuen Instrumenten im Betriebsverfassungsgesetz lösen.

Lesetipp der Redaktion:


Christiane Benner (Hrsg.): Crowdwork - zurück in die Zukunft?

Perspektiven digitaler Arbeit

Bund-Verlag, Frankfurt am Main

1. Auflage 2014, 420 Seiten

ISBN 978-3-7663-6395-4

Ladenpreis: 29,90 €

 

Quelle:

www.bundesregierung.de
Handelsblatt v. 4.6.2015

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