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AiB:Assist für den Betriebsrat


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Krankenversicherung Höherer Arbeitgeberanteil

[18.09.2015]Die Kosten im Gesundheitsbereich steigen rasant. Bis 2019 um voraussichtlich 3,5 Milliarden Euro. Wer soll das bezahlen? Für die Versicherten – und damit für die Arbeitnehmer – drohen hohe Zusatzbeiträge. Der DGB fordert, auch die Arbeitgeber an den steigenden Kosten zu beteiligen.

»Die Zusatzbeiträge allein den Arbeitnehmern aufzubürden, war und ist ein großer Fehler.…auf diese Ungerechtigkeit hat der DGB immer wieder hingewiesen«, kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Die Arbeitgeber müssten in der paritätischen Verantwortung bleiben.

Zusatzbeitrag nur von den Arbeitnehmern

Derzeit tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent je zur Hälfte. Bei steigenden Kosten können Krankenkassen aber nur von den Arbeitnehmern einen Zusatzbeitrag verlangen. Der Arbeitgeberanteil bliebe dagegen unverändert. So sagt es das Gesetz. Der DGB will das nicht so hinnehmen und fordert Korrekturen, um künftig auch die Arbeitgeber paritätisch an den steigenden Kosten zu beteiligen.

Die Argumentation der Arbeitgeber, sie müssten ja schon die gesetzliche Unfallversicherung allein finanzieren, ist für Buntenbach ein Vergleich von Äpfel und Birnen. »Das ist reine Stimmungsmache. Die Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, die Haftung der Unternehmen für Arbeitsunfälle u. ä. abzulösen. Da können wir auch gleich darüber diskutieren, den Buß- und Bettag wieder zum Feiertag zu erklären, um die Parität in der Pflegeversicherung wiederherzustellen«, so Buntenbach.

Arbeitgeber tragen große Mitverantwortung für Gesundheit der Arbeitnehmer

Arbeitgeber tragen eine große Mitverantwortung, wenn es um die Gesundheit ihrer Beschäftigten geht. Eine paritätische Finanzierung sei im Zusammenspiel von Sozialversicherung und Arbeit schlichtweg sinnvoll.

»Arbeitgeber müssen Arbeit so gestalten, dass sie nicht krank macht. Und selbst bei dieser Verpflichtung zum Arbeitsschutz machen sich viele Arbeitgeber einen schlanken Fuß«, so Buntenbach. Dadurch entstehen jährlich enorme Kosten. Allein im Bereich der berufsbedingten somatischen Erkrankungen sind das 26 Milliarden Euro. Auch aus diesem Grund müssten die Arbeitgeber in der paritätischem Verantwortung für die Kostensteigerungen der Zukunft bleiben.

Es droht ein Zusatzbeitrag von 420 Euro im Jahr

»Ihre Einwände gegen die Parität sind wirklich eine Zumutung, wenn man sich anschaut, was auf die Arbeitnehmer zukommt: Durch steigende Beiträge und Zusatzbeiträge wird ein Durchschnittsverdiener schon 2016 rund 420 Euro im Jahr mehr zahlen....die Arbeitgeber müssten sich endlich wieder angemessen an den Gesundheitskosten beteiligen«, so DGB-Vorstandsmitglied Buntenbach.

Quelle:

PM des DGB vom 07.09.2015                                                                                           Annelie Buntenbach in Frankfurter Rundschau, FR-Kolumne "Gastwirtschaft" vom 11.09.2015

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