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AiB:Assist für den Betriebsrat


Der Betriebsrat findet in AiB:Assist alle wichtigen Informationen für seine Betriebsratsarbeit. Denn AiB:Assist ist das speziell für Betriebsräte entwickelte Online-Portal.

Alle Fragen rund um das Betriebsverfassungsgesetz wie Mitbestimmung, Freistellung, Betriebsratswahl, Sozialplan und Betriebsübergang werden genauso behandelt wie Fragen der Organisation des Betriebsrats oder Themen zum Kündigungsschutz, zum Arbeitsschutz und zum Gesundheitsschutz.

Der Betriebsrat findet auf jede Frage die passende Antwort, zudem Muster und Arbeitshilfen sowie die wichtigsten Urteile für seine Arbeit als Betriebsrat.

Praxiswissen

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Pflegezeitgesetz Auszeit im Akutfall

[30.03.2015]Es kann jeden treffen: Ein naher Angehöriger wird von heute auf morgen krank und benötigt Hilfe. Vieles muss nun schnell geregelt werden – schwierig mit Vollzeitjob. Seit 1.1.2015 können Beschäftigte im Akutfall eine bezahlte Auszeit von bis zu 10 Tagen nehmen. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Wird ein Verwandter akut pflegebedürftig, müssen Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber freigestellt werden. Das nennt sich »kurzzeitige Arbeitsverhinderung« und ist in § 2 des Pflegezeitgesetzes geregelt. Der Anspruch darauf besteht etwa nach einem Unfall oder bei einem Klinikaufenthalt oder wenn eine Unterbringung in einem Pflegeheim organisiert werden muss, weil die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist.

Freistellung für Pflege

In solchen Fällen haben alle Arbeitnehmer (auch Minijobber und befristet Beschäftigte) Anspruch darauf, sofort von der Arbeit freigestellt zu werden – und zwar für bis zu zehn Arbeitstage. Die Regelung gilt auch für Kleinstbetriebe. Eine Mindestunternehmensgröße gibt es nicht.

Unbürokratischer Ablauf

»Ein Antrag ist dafür nicht nötig, man muss nur dem Arbeitgeber mitteilen, dass man eine Freistellung nehmen will«, sagt IG BCE-Rechtsexperte Ansgar Claes. Das sollte man genauso wie bei einer Krankmeldung halten: »Man ruft also am besten bei Arbeitsbeginn in seiner Firma an und teilt mit, dass man beispielsweise nach dem Schlaganfall seines Vaters jetzt dessen Pflege regeln muss.«

Pflegeunterstützungsgeld bei Freistellung

Wer zur Pflegeorganisation von der Arbeit freigestellt wird, kann zwar kein Gehalt vom Arbeitgeber verlangen. Stattdessen gibt es seit Anfang 2015 eine Lohnersatzleistung. Die nennt sich Pflegeunterstützungsgeld und wird von der Pflegekasse oder der privaten Kranken- und Pflegeversicherung des gepflegten Angehörigen gezahlt.

Mehr Informationen:

Wer genau als Angehöriger zählt und das Pflegeunterstützungsgeld beanspruchen kann, lesen Sie in der AiB 4/15 ab Seite 28 in dem Beitrag »Akute Pflegesituation« von Rolf Winkel.

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