Betriebsrat der N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg

Zukunft.Zeit.Zusammenarbeit


Jubel bei den Bronzepreisträgern
Jubel bei den Bronzepreisträgern

Stichworte zum Projekt

  • Demografiepakt verbindet den langfristigen Aufbau von Nachwuchskräften zur zukünftigen Bedarfsdeckung (Zukunft) mit der Reduzierung und Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen (Zeit).
  • Damit dies gelingt, einigten sich Betriebsrat, Unternehmen und Mitarbeiter auf eine enge Kooperation (Zusammenarbeit).

  • Unternehmen/Betrieb: N-ERGIE AG, Nürnberg
  • Branche: Energieversorgung
  • Zahl der Mitarbeiter: 2.600
  • Gewerkschaften: ver.di

Motiv
Fachkräftemangel und demographischer Wandel beschäftigen auch den Nürnberger Energieversorger N-Energie. Wie lassen sich nachhaltig Personalplanung und Sicherung des Personalbedarfs beispielsweise durch neuartige Arbeitszeitmodelle sichern? Welche Auswirkungen hat der Wandel auf die Anzahl der Ausbildungsplätze und wie können auch zukünftig qualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen gebunden werden? Die Ausgangssituation bei N-ERGIE, das rund 2.600 Mitarbeiter beschäftigt: Vom Jahr 2018 bis 2030 werden ca. 1.000 Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden. Bis 2018 sind allerdings kaum vakante Stellen zu besetzen, gleichzeitig verschärft sich der Kampf um junge Fachkräfte.

Vorgehen
Vor diesem Hintergrund forderte der Betriebsrat nicht nur eine quantitative, sondern auch eine qualitative Personalplanung. Eine Projektegruppe wurde gebildet, zusammengesetzt aus Betriebsrat und Personalabteilung. Diese beschäftigte sich damit, die zukünftigen Personalbedarfe frühzeitig zu definieren und zu sichern. Die Beteiligten vereinbarten einen Demografiepakt „ Zukunft. Zeit. Zusammenarbeit (Z.Z.Z)“. Dieser verbindet den langfristigen Aufbau von Nachwuchskräften zur zukünftigen Bedarfsdeckung (Zukunft) mit der Reduzierung und Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen (Zeit). Damit dies gelingt, einigten sich Betriebsrat, Unternehmen und Mitarbeiter auf eine enge Kooperation (Zusammenarbeit).

Ergebnisse

  •  Erhöhung der Ausbildungszahlen und ein neues Übernahmekonzept
  • Vereinbarung zur Beschäftigung über den eigentlichen Bedarf hinaus im Rahmen eines Talente-Pools
  • Neue Zeitmodelle, u.a. Teilzeitmodelle, Abbau von Langzeitkonten sowie Sabbatvereinbarungen mit einem entsprechenden Anreiz zur teilweisen Kompensation der zusätzlichen Kosten und zur Beschäftigung der Talente
  • Abschluss einer neuen Betriebsvereinbarung „Mobiles Arbeiten“