Gesamtbetriebsrat der Nord-Ostsee Automobile GmbH & Co. KG

Energieeffizienz im Autohaus


Stichworte zum Projekt

  • Neues Ziel, den Betrieb zukunftssicher aufzustellen
  • Energieeinsparkonzept führt zu erheblichen Einsparungen und ist Teil eines wegweisenden Zukunftssicherungsvertrags


  • Unternehmen/Betrieb: Nord-Ostsee Automobile GmbH & Co. KG, Heide
  • Branche: Kfz-Handwerk
  • Zahl der Mitarbeiter: 460
  • Gewerkschaften: IG Metall



Motiv
Die Nord-Ostsee Automobile GmbH besitzt 8 Autohäuser in Schleswig-Holstein und Hamburg. Das Management ist mit dem Ziel, den Betrieb zukunftssicher aufzustellen, an den Gesamtbetriebsrat herangetreten und stellte Kostensenkungsprogramme vor, die zulasten der Belegschaft gingen (Austritt aus der Tarifgemeinschaft S.-H., unbezahlte Mehrarbeit, Absenkung der Sonderzahlungen, des Urlaubsgeldes etc.). Dies wollte der Gesamtbetriebsrat verhindern und suchte nach anderen, neuen Wegen, Kosten einzusparen.

Vorgehen
In einer Strategieklausur entwickelte der Gesamtbetriebsrat für sich die neue Idee, die Material- und Ressourceneffizienz zu prüfen, wobei er von der IG Metall und der Offensive Handwerk unterstützt wurde. Schließlich beauftragte er einen Berater, in einem Pilotbetrieb eine entsprechend Prüfung vorzunehmen. Und einige Ergebnisse verblüfften: 50% der Energiekosten waren allein auf die Lichtanlage zurückzuführen. Hierbei ergaben sich verschiedene Möglichkeiten, Energie effizient einzusetzen. Die Gesamteinsparungen belaufen sich auf ca. 25000 Euro.

Ergebnisse
Es war für beide Parteien eine neue Erfahrung, so eng miteinander, an einem gemeinsamen Projekt, das vom Gesamtbetriebsrat angeschoben wurde, zu arbeiten. Um Nachhaltigkeit zu sichern, richtete der Gesamtbetriebsrat ein Kennzahlenmonitoring ein und bestimmte einen Hauptansprechpartner im Betrieb. Die Energieeffizienzanalyse veranlasst die Belegschaft, mit der Energie sparsamer umzugehen und die Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten zu sensibilisieren. „Dies ist ein Baustein unserer Zukunftssicherung bei Nord-Ostsee-Automobile.“


 

Eine Initiative der Zeitschrift

AIB

Aus der Jury

Eva-Maria Stoppkotte »Tue Gutes und sprich darüber. Ich möchte alle Betriebsräte dazu ermutigen, sich mit ihren Projekten und Initiativen am Deutschen Betriebsräte-Preis zu bewerben und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie professionell und engagiert Betriebsratsarbeit aussieht.«

Eva-Maria Stoppkotte, Verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift »Arbeitsrecht im Betrieb«. Juristin mit Schwerpunkt Arbeitsrecht und Mediatorin.