Konzernbetriebsrat der MERCK KGaA, Darmstadt

Willkommen! Gemeinsam über Ländergrenzen hinweg agieren


Stichworte zum Projekt

  • Betriebsräte gründen Task Force, um Integrationsprozess nach Zukauf eng zu begleiten
  • Kommunikation erfolgt über Ländergrenzen und ermöglicht aktiven Austausch

  • Unternehmen/Betrieb: MERCK KGaA, Darmstadt 
  • Branche: Chemie 
  • Zahl der Mitarbeiter: 9.650
  • Gewerkschaften: IGBCE


Motiv
Die Firma Merck kündigte an, die amerikanische Firma Sigma-Aldrich zu erwerben. Dies bedeutete den größten Zukauf der Firmengeschichte, da damit weltweit 9.000 und in Europa 2.500 neue Mitarbeiter hinzukommen sollten. Das MerckEuroForum, die Arbeitnehmervertretung auf europäischer Ebene, setzte daraufhin eine Arbeitsgruppe zur Begleitung dieser Integration ein. Diese sollte von Arbeitnehmerseite den Zukauf begleiten, den Dialog über Ländergrenzen hinweg sichern und im Sinne der Beschäftigten frühzeitig Einfluss nehmen.

Vorgehen
Eine neu gegründete „Task Force Sigma-Aldrich-Integration“ führte gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat, dem Exekutivkomitee und der Kommunikationsgruppe des Euroforums einen Strategieworkshop durch. Ziel war es, Fristen, Medien und Meilensteine für die Kommunikation festzulegen. So gab es bei den neuen Kollegen von Sigma-Aldrich zwar bisher lokale Betriebsräte, aber ein grenzüberschreitender Dialog war neu für sie. Dazu wurde u.a. geklärt, ob es schon Kontakte zu den Betriebsräten von Sigma-Aldrich gibt, welche Verteiler genutzt werden konnten, um umfassend zu kommunizieren, die Arbeit der Task Force vorzustellen und Unterstützung anzubieten.

Ergebnisse

Inzwischen konnte das MerckEuroForum Sigma-Aldrich Standorte besuchen. Die Gremien stehen im engen Kontakt miteinander und laden sich gegenseitig zu Sitzungen ein. Es findet ein aktiver Austausch statt und die Gremien können gemeinsam ihre Fragen an die Unternehmensleitung formulieren und den Übernahmeprozess konstruktiv begleiten. So konnte ein Kommunikationsprozess installiert werden, der dabei hilft, den Zukauf auch für die Mitarbeiter transparent zu gestalten und Informationen breit zu kommunizieren.