Gesamtbetriebsrat Evonik Industries AG, Essen

GBR 2020 - Intelligente Nachfolgeplanung


Stichworte zum Projekt

  • Demografiefeste Nachfolgeplanung des Gesamtbetriebsrats der Evonik Industries in der Wahlperiode 2014-2018
  •  Umfangreiche Personalentwicklungsmaßnahmen sollen einen gezielten Übergang in 2018 ermöglichen, um die Arbeitsfähigkeit und Effizienz der Gremien zu gewährleisten

  • Unternehmen/Betrieb: Evonik Industries AG, Essen
  • Branche: Chemie
  • Zahl der Mitarbeiter: 23000
  • Gewerkschaften: IGBCE


Motiv
Der demografische Wandel macht auch vor dem Betriebsrat-Büro keinen Halt. Im Rahmen der Umsetzung des Demografietarifvertrags der IGBCE wurde auch die Situation im Gesamtbetriebsrat analysiert. Dabei stellten die Interessenvertreter fest, dass mehr als die Hälfte der Mitglieder nach 2018 nicht mehr dabei sein werden. Insbesondere waren davon die Vorsitzende, der Gesamtbetriebsratsausschuss und die AR-Mitglieder betroffen. Daraus wurde ein akuter Handlungsbedarf abgeleitet, um auch nach 2018 ein starkes Gremium zur Interessenvertretung am Start zu haben.

Vorgehen
Der GBA wurde beauftragt ein Konzept, auch mit externer Beratung, zu entwickeln und dieses regelmäßig im GBR zu beraten und die weiteren Schritte abzuleiten. Die notwendigen Rahmenbedingungen wurden mit dem Unternehmen fest vereinbart. Die IGBCE wurde intensiv eingebunden, vor allem in der Frage der Qualifizierung, die als zentraler Baustein für eine demografiefeste Veränderung des Gremiums angesehen wird. Dazu zählt die Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Fortbildungsprogramms zur internen Personalentwicklung für den GBR. Die Zielgruppe sind Betriebsräte in zukünftiger Führungsposition in den Standortbetriebsgremien und im GBR. Sie sollen gezielt auf Führungsaufgaben vorbereitet werden und sich auch stärker vernetzen. Dazu wurden umfangreiche Personalentwicklungsmaßnahmen und Coachings vereinbart.

Ergebnisse

Die ersten altersbedingten Wechsel wurden im Jahr 2014 umgesetzt. Diese betreffen den GBR, Mandate in GmbH-Aufsichtsräten und im Aufsichtsrat der Evonik Industries AG. Der weitere Ablauf bis 2018 ist fest verabredet, damit dann ein in großen Teilen "neues" aber auch schon bereits eingearbeitetes Gremium seine Aufgaben effizient wahrnehmen kann.