Betriebsrat der Montessori Landkreis Freising e.V., Freising

Jetzt sind wir da und werden bleiben!


Stichworte zum Projekt

  • Unmut über Arbeitsbedingungen führt zur Gründung eines Betriebsrats
  • Gremium kann sich trotz Widerständen als Akteur etablieren und wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen initiieren

  • Unternehmen/Betrieb: Montessori Landkreis Freising e.V., Freising
  • Branche: Bildung 
  • Zahl der Mitarbeiter: 70
  • Gewerkschaften: GEW - einzelne Mitglieder


Motiv
Steigende Arbeitsbelastung und Ungleichbehandlung der Mitarbeiter im Montessori-Kinderhaus in Freising führte zu wachsender Unzufriedenheit im Team. So fanden zahlreiche zermürbende Verhandlungen mit der Hausleitung über geforderte Gehaltserhöhungen für die Mitarbeiter statt. Die Auszahlung und tarifliche Anpassung der Gehälter verlief zum Teil schleppend, Mitarbeiter warteten zum Teil auf ihre Bezahlung. Die Unzufriedenheit über die Gesamtsituation nahm kontinuierlich zu und damit entstand die Idee, einen Betriebsrat zu gründen, um damit den Anliegen der Mitarbeiter effizienter Gehör zu verschaffen.

Vorgehen
Die Initiatoren achteten dabei von Beginn an sehr genau darauf, dass alle gesetzlichen Vorgaben genauestens erfüllt wurden, um hier auch der Arbeitgeberseite keine zusätzlichen Angriffsflächen zu bieten. Im September 2014 fand die Betriebsratswahl, trotz Widerstände des Arbeitsgebers und Versuchen, die Legitimation des künftigen Betriebsrats zu untergraben, mit guter Wahlbeteiligung statt. Die neu gewählten Betriebsräte suchten dann den direkten Kontakt zur GEW und gründeten eine Mitarbeiterinformation, in der sie über das aktuelle Arbeitsumfeld, Konfliktpunkte und die Projekte des Betriebsrats berichteten. Parallel dazu versuchte das Gremium, die konfliktträchtige Situation mit dem Arbeitgeber zu entschärfen und konkrete Maßnahmen anzuschieben.

Ergebnisse

Trotz einer schwierigen Ausgangssituation, die wesentlich durch Ablehnung und Auseinandersetzung mit der Arbeitgeberseite geprägt war, konnte das Gremium wichtige Maßnahmen umsetzen und auf den Weg bringen. Dazu zählen:

  • Gründung einer Mitarbeiterinformation
  • Etablierung des Betriebsrats als akzeptierter Akteur im Unternehmen
  • Durch das Einbinden der GEW konnten Vorbereitungen für eine geplante Betriebsvereinbarung forciert werden
  • Aufnahme von Verhandlungen über eine Betriebsvereinbarung zur Lohn-/Gehaltsstruktur
  • Vorbereitungen zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz