Konzernbetriebsrat der OBI GmbH & Co Deutschland KG, Sömmerda

Verteidigung der Mitbestimmung und der Rechte und Interessen der Beschäftigten


Stichworte zum Projekt

  • Betriebsräte kämpfen für die Wahrung der Mitbestimmungsrechte
  • Aktivierung der Mitarbeiter und vielfältige Maßnahmen gegen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen

  • Unternehmen/Betrieb: OBI GmbH & Co Deutschland KG, Sömmerda 
  • Branche: Einzelhandel / Baumarkt 
  • Zahl der Mitarbeiter: 15.000 
  • Gewerkschaften: ver.di



Motiv
OBI hat insgesamt seit 2003 keine Tarifbindung mehr, denn das Unternehme lehnt diese grundsätzlich ab. Zu Ostern 2015 gab es dann von Seiten der Unternehmensleitung die Zusage über eine Entgelterhöhung, doch diese wurde in Folge nicht eingehalten. Stattdessen setzt das Unternehmen nun auf ein Prämienmodell als Einstieg in ein Entgeltsystem, dessen Gestaltung alleine ihm obliegt. Die Betriebsräte sollen lediglich ohne Diskussion zustimmen, sonst gäbe es gar nichts. Insgesamt stellt sich die Situation aus Sicht des Betriebsrats so dar, dass auch in vielen anderen Bereichen Mitbestimmungsrechte massiv missachtet werden. So versuche der Arbeitgeber seit einiger Zeit verstärkt die betriebsrätlichen Strukturen zu unterlaufen, Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats zu ignorieren und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter weiter zu verschlechtern. Die Existenz des bislang akzeptierten Konzernbetriebsrats werde neuerdings in Frage gestellt. So würden Mitbestimmungsrechte bei der Einführung neuer Technologien, Software, Arbeitsverfahren ignoriert.

Vorgehen
Für die betrieblichen Interessenvertreter standen daher die Verteidigung der Mitbestimmungsrechte und Sicherstellung tarifvertraglicher Regelung der Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen im Fokus ihrer Tätigkeit. Die Betriebsräte nutzen dazu alle gesetzlichen Mittel, die Ihnen zur Verfügung stehen und initiierten darüber hinaus vielfältige Aktivitäten, um die Beschäftigten zu aktivieren und dazu zu bringen, für ihre Interessen zu kämpfen. Genutzt wird dabei auch die Auszeichnung von OBI als "TOP-Arbeitgeber", ohne dass die Beschäftigten dazu befragt wurden.

Ergebnisse

Zum Zeitpunkt der Bewerbung war ein Ergebnis in der Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber noch nicht abschließend zu definieren. Bislang gibt sich dieser unbeeindruckt. Erreicht wurde bisher allerdings, dass die Betriebsratsmitglieder in höherem Maße Verantwortung übernehmen, mehr Betriebsräte gebildet wurden und auch deutlich mehr Beschäftigte sich deutlich stärker engagieren. Mehrere Betriebsvereinbarungen zum Schutz der Beschäftigten konnten abgeschlossen werden. Das Engagement für Arbeits- und Gesundheitsschutz konnte bereits deutlich verbessert werden.