Betriebsrat der Klinik Coburg GmbH:

Beteiligung der Rotkreuzschwestern an der Betriebsratswahl

Die Klinikum Coburg GmbH versuchte über einen Gestellungsvertrag von Schwestern aus der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes e.V. den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVÖD) zu unterlaufen. Gestelltes Personal steht mit dem Krankenhaus weder in einem Arbeitsverhältnis noch in einem sonstigen Vertragsverhältnis. Die Rotkreuzschwestern erbringen ihre Arbeitsleistung im Krankenhaus allein aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der Schwesternschaft. Seit 2002 versuchte der Betriebsrat der Klinikums-GmbH immer wieder die gestellten Pflegekräfte der Schwesternschaft auf die Wählerliste zur Betriebsratswahl zu setzten. Nach engagiertem Kampf und unter Anwendung sämtlicher vom Betriebsverfassungsrecht zur Verfügung gestellter Rechte gelang ihm dies erstmalig bei der Betriebsratswahl 2014. Der Betriebsrat des Klinikums Coburg GmbH ist der erste, der von Rotkreuzschwestern mitgewählt und in der Rotkreuzschwestern Mitglied des Betriebsrats sind. Der Gestellungsvertrag wurde sukzessive abgebaut und seit 2017 sind alle 560 ehemaligen Rotkreuzschwestern direkt beim Klinikum beschäftigt und werden nach TVöD bezahlt.