Deutscher Betriebsräte-Preis 2012

  • Durch die Veranstaltung führten Eva-Maria Stoppkotte und Thorsten Halm.
  • Kaja Helbig, Monika Heim und Yvonne Krehl von der Festo AG erhielten den Deutschen Betriebsräte-Preis in Bronze.
  • Die Nominierten warten gespannt auf das Urteil der Jury.
  • Der Vorwerk-Betriebsrat und Vorsitzende Heidrun Schenk freuen sich riesig über den Deutschen Betriebsräte-Preis in Gold.
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    Die Betriebsräte der Vorwerk Deutschland Stiftung & Co. KG, Wuppertal, wurden am Donnerstag, 25.10.2012, in Bonn mit dem „Deutschen Betriebsräte-Preis 2012“ in Goldausgezeichnet. Mit ihrem Projekt „Expansion statt Schließung“ haben sie erreicht, dass statt Massenentlassungen neue, erfolgreiche Vertriebswege für die Vorwerk-Produkte entwi­ckelt und somit Arbeitsplätze gesichert werden konnten.

    „Dieses herausragende Beispiel für gute Betriebsratsarbeit zeigt, was engagierte Betriebs­räte auch unter nicht alltäglichen Rahmenbedingungen erreichen können“, so Peter Donath, Bereichsleiter Betriebs- und Branchenpolitik beim IG Metall-Vorstand, in seiner Laudatio für den Goldpreis­träger. An der Preisverleihung im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bun­destages nahmen über 250 geladene Gäste teil. Schirmherrin des Preises ist Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

    Der „Deutsche Betriebsräte-Preis“, eine Initiative der renommierten Fachzeitschrift „Arbeits­recht im Betrieb“ (erscheint im Bund-Ver­lag, Frank­furt), zeichnet seit 2009 das Enga­gement und die erfolgreiche Arbeit von Betriebsräten aus, die sich nachhaltig für den Erhalt oder die Schaf­fung von Arbeitsplätzen oder für die Verbesse­rung der Arbeitsbedingungen in den Un­ter­nehmen einsetzen. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Gewerkschaften, Wissen­schaft und ausgewiesenen Praktikern traf in diesem Jahr eine Auswahl aus über 80 einge­reich­ten Projekten. Be­worben hatten sich Betriebsratsgremien aus nahezu allen Branchen und Regio­nen und den verschiedensten Unternehmensgrößen. Die Preisverleihung erfolgte im Rah­men des „Deutschen BetriebsräteTages“. „Wer praktische Beispiele für innovative und erfolg­reiche Interessenvertretung sucht, wird beim `Deutschen Betriebsräte-Preis´ fündig“, so Dietmar Hexel, Mitglied des DGB-Bundesvorstands.

    Der Gesamtbetriebsrat der Bayer AG, Leverkusen, erhielt den „Deutschen Betriebs­räte-Preis“ in Silber. Die Interessenvertreter des Technologiekonzerns haben sich umfassend mit den Themen Belastungsreduzierung und Gesundheitsförderung für die Mitarbeiter beschäf­tigt. Die Bronze-Auszeichnung ging an den Betriebsrat der Festo AG & Co. KG, Esslingen. Das Gremium initiierte auf der Grundlage belastbarer statistischer Erhebungen weitrei­chende Maßnahmen zur Beseitigung von Ungleichheiten beim Entgelt.

    Sonderpreise gingen zudem an die Betriebsräte der Klinikum Bayreuth GmbH (Kategorie „Fair statt prekär“); E-Center Scheuner e.K., Bad Gandersheim (Kategorie „Innovative Be­triebsrats­arbeit“); Volkswagen AG, Werk Braunschweig (Kategorie „Gute Arbeit“) und Sterling SIHI GmbH, Tönning (Kategorie „Zukunftssicherung“).

     

    Eine Initiative der Zeitschrift

    AIB

    Aus der Jury

    Reiner Hoffmann » Mit dem Deutschen Betriebsrätepreis haben wir ein Forum, in dem die Erfolge der Betriebsrätearbeit ganzheitlich und öffentlichkeitswirksam dargestellt werden. «

    Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, zuständig für Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik, Mitbestimmung, Internationale und europäische Gewerkschaftspolitik, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Personal, Europäische Akademie der Arbeit