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Öffentlicher Arbeitgeber Bestenauslese auf befristete Stelle ist zulässig

[04.03.2013]Ein öffentlicher Arbeitgeber kann festlegen, dass eine Stelle nur befristet besetzt werden soll. Der Dienstherr braucht daher keinen Bewerber zu berücksichtigen, mit dem aufgrund einer Vorbefristung kein weiterer befristeter Vertrag abgeschlossen werden kann; dies verstößt nicht gegen Art. 33 Abs. 2 GG.

Der Fall:
Der Antragsteller des einstweiligen Verfügungsverfahrens war bei dem beklagten Land für zwei Jahre befristet als Systemtechniker beschäftigt. Für diese Stelle besteht ein nicht nur vorübergehender Bedarf. Eine dauerhafte Besetzung der Stelle lehnte das Land dennoch ab, da bis zum Jahre 2015 im großen Umfang Stellen (sog. KW-Stellen) wegfallen sollten.

Nachdem die Stelle als Systemtechniker ausgeschrieben worden war, bewarb sich der Antragsteller hierauf. Seine Bewerbung wurde mit dem Hinweis abgelehnt, mit ihm könne aufgrund der Vorbefristung kein sachgrundlos befristeter Vertrag abgeschlossen werden.

Der Antragstellers meint, dass er gemäß Art. 33 Abs. 2 GG hätte berücksichtigt werden müssen. Hiernach hat jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amt. Wenn diese Norm durch § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG hätte eingeschränkt werden sollen, hätte diese im Gesetz zitiert werden müssen. Daran fehle es jedoch.

Die Entscheidung:
Ein Antragstellers hat keinen Anspruch auf Berücksichtigung, entschied das LAG Berlin-Brandenburg.

Der Dienstherr durfte im Rahmen seiner Organisationsgewalt entscheiden, dass der frei gewordene Arbeitsplatz ausschließlich aus dem vorhandenen Mitarbeiterstamm besetzt werden soll. Hiervon ist es auch gedeckt, dass nur Arbeitnehmer berücksichtigt werden, die in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen. Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die Stelle nur mit Arbeitskräften besetzen werden sollte, deren Arbeitsplatz infolge einer Verwaltungsreform vor dem Wegfall steht. 

Insofern ist es nicht willkürlich, sondern sachlich vertretbar, die hiesige Stelle nur befristet zu besetzen.

Die Stelle konnte auch nicht mit dem Antragsteller besetzt werden. Insofern liegt kein Fehler im Auswahlverfahren vor. Wird ein Bewerber nicht berücksichtigt, der in seiner Person nicht die Möglichkeit bietet, mit ihm einen wirksamen befristeten Vertrag abzuschließen, so verstößt dies nicht gegen Art. 33 Abs. 2 GG.

Es mag sein, dass es zu eng ist, eine Stelle befristet nur gem. § 14 Abs. 2 TzBfG auszuschreiben. Dennoch konnte mit dem Antragsteller kein wirksamer befristeter Vertrag geschlossen werden. Eine sachgrundlose Befristung ist nicht möglich, da der Antragsteller zuvor bei dem beklagten Land beschäftigt war.

Auch liegt kein Befristungsgrund nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Ziff. 1 TzBfG vor. Der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung besteht nicht nur vorübergehend, sondern unstreitig dauerhaft.

Eine Befristung zur Vertretung ist ebenfalls nicht wirksam möglich, da der hier zu besetzenden Stelle kein Arbeitnehmer zugeordnet war, den der Antragsteller vertreten könnte. Eine Befristung nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Ziff. 6 TzBfG kommt nicht in Betracht, da die Befristung auch im Interesse des beklagten Landes liegt.

Quelle:
LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 16.01.2013
Aktenzeichen: 15 SaGa 1738/12,
Rechtsprechungsdatenbank Berlin-Brandenburg

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