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Dienstunfall Laserdrucker am Arbeitsplatz erhöht nicht das Krankheitsrisiko

[04.04.2013]Ein Beamter, der an einem mit einem Laserdrucker ausgestatteten Büroarbeitsplatz tätig ist und diesen in bürotypischem Umfang nutzt, ist nach der Art seiner dienstlichen Verrichtung nicht der Gefahr einer obstruktiven Atemwegserkrankung besonders ausgesetzt (§ 31 Abs. 3 Satz 1 BeamtVG).

Der Fall:
Der Kläger begehrt die Anerkennung einer Erkrankung als Dienstunfall. Er stand zuletzt als Steueramtsinspektor im Dienst der Beklagten. Sein Büroarbeitsplatz war ebenso wie die übrigen Arbeitsplätze im Finanzamt mit einem Laserdrucker ausgestattet. Der Mann litt zunehmend unter Atemwegserkrankungen, als deren Ursache er die Emissionen der Drucker ansieht.

Der Dienstherr lehnte es ab, seine Erkrankung als Dienstunfall anzuerkennen, weil diese keinen besonderen Dienstbezug aufweise. Der dienstliche Umgang mit Laserdruckern begründe kein typischerweise erhöhtes Krankheitsrisiko. Das Verwaltungsgericht hat sich dem angeschlossen und die Klage abgewiesen.

Die Entscheidung:
Auch die Richter des OVG Lüneburg gehen davon aus, dass der Kläger nicht unter einer Erkrankung leidet, die gemäß § 31 Abs. 3 Satz 1 BeamtVG als Dienstunfall anzuerkennen ist.

Zwar unterfällt eine obstruktive Atemwegserkrankung unter Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung (Nrn. 4301 und 4302). Allerdings sind die dort
aufgeführten Erkrankungen nur dann als Dienstunfall anzuerkennen, wenn der Beamte nach der Art seiner dienstlichen Verrichtung der Gefahr einer solchen Erkrankung besonders ausgesetzt ist.

Es liegen bereits keine Anhaltspunkte dafür vor, dass obstruktive Atemwegserkrankungen typischerweise bei Arbeitnehmern auftreten, die an einem mit einem Laserdrucker ausgestatteten Büroarbeitsplatz tätig sind Selbst wenn man aber zugunsten des Klägers davon ausgeht, dass Atemwegserkrankungen die Folge von im Büro üblichen Druckeremissionen sein können, handelt es sich dabei nicht um eine typische Erkrankung, sondern allenfalls um ein außerordentlich seltenes Phänomen.

Der Senat sieht zudem keine belastbaren Anhaltspunkte dafür, dass das Risiko, eine obstruktive Atemwegserkrankung zu erleiden, für einen Beamten, der an einem Büroarbeitsplatz mit Laserdrucker tätig ist, in erheblich höherem Maße besteht als bei der übrigen Bevölkerung.  Für ihn hat sich deshalb - sofern die Emissionen an seinem Arbeitsplatz für seine Erkrankung ursächlich gewesen sein sollten - nicht ein arbeitsplatztypisch erhöhtes Risiko, sondern ein allgemeines Lebensrisiko realisiert. Dieses Risiko fällt nach § 31 Abs. 3 Satz 1 BeamtVG nicht dem Dienstherrn zur Last.

Quelle:
OVG Lüneburg, Beschluss vom 18.03.2013,
Aktenzeichen: 5 LA 284/12

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