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Altersdiskriminierung Beigeordnete dürfen auch nach Vollendung des 64. Lebensjahres wiedergewählt werden

[23.05.2013]Die in der Hessischen Gemeindeordnung festgelegte Altersgrenze für die Wiederwahl hauptamtlicher Beigeordneter auf die Vollendung des 64. Lebensjahres, stellt eine Altersdiskriminierung dar, die nicht durch die beruflichen Anforderungen gerechtfertigt ist und auch keinem legitimen Ziel dient.

Der Fall:
Die Antragstellerin ist hauptamtliche Beigeordnete der Landeshauptstadt Wiesbaden für den Geschäftsbereich des Schul-, Integrations- und Kulturdezernats. Sie erklärte sich bereit, dieses Amt für eine weitere Amtszeit zu übernehmen. Ein entsprechender Antrag auf Wiederwahl wurde in der Stadtverordnetenversammlung als Tagesordnungspunkt vorgesehen.

Nachdem seitens der Kommunalaufsicht im Vorfeld Bedenken bezüglich der Wiederwahl im Hinblick auf die in § 39a Abs. 1 S. 3 Hessische Gemeindeordnung (HGO) normierte Altersgrenze von 64 Jahren geäußert und deren Beanstandung vorbehalten worden war, wurde in der Abstimmung der Stadtverordnetenversammlung der Antrag auf Vornahme der Wiederwahl abgelehnt.

Die Entscheidung:
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschied, dass § 39a Abs. 1 S. 3 HGO der Vornahme einer Wiederwahl der Antragstellerin nicht entgegensteht.

Nach Auffassung des Gerichts stellt die Altersgrenze eine Altersdiskriminierung im Sinne des Art. 2 Abs. 2 lit a der Richtlinie 2000/78/EG dar, die durch die beruflichen Anforderungen nicht gerechtfertigt ist und auch keinem legitimen Ziel dient. Zugleich verstößt die Regelung gegen die mit den genannten EU- Antidiskriminierungsrichtlinien übereinstimmenden Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.

Gegenüber der Antragstellerin, die bei einer öffentlichen Stelle tätig ist, liegt danach eine unmittelbare Diskriminierung vor, da sie wegen ihres Alters eine weniger günstige Behandlung erfährt als eine andere Person. Die Beendigung des aktiven Beamtenverhältnisses knüpft unmittelbar an das jeweilige Lebensalter an.

Diese Ungleichbehandlung ist nur dann nicht diskriminierend, wenn das betreffende Merkmal aufgrund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung bildet, sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.

Hierzu ist, so die Kammer, das Amt des hauptamtlichen Beigeordneten mit dem des Amtes von Bürgermeistern oder Landräten zu vergleichen. Während die Altersgrenze von 67 Jahren für die Wiederwahl von Bürgermeistern und Landräten der Regelaltersgrenze für Beamte auf Lebenszeit entspricht, bleibe die Altersgrenze für die Wiederwahl hauptamtlicher Beigeordneter mit 64 Jahren hinter dieser zurück. Es ist in der HGO jedoch nicht erkennbar, dass an das Amt des hauptamtlichen Beigeordneten eine entscheidende berufliche Anforderung gestellt wird, die über die entsprechenden Anforderungen an das Amt des Bürgermeisters hinausgeht.

Für die Ungleichbehandlung kann auch kein legitimes Ziel angeführt werden. Für hauptamtliche Beigeordnete spielt anders als bei normalen Beamten ein Gleichgewicht zwischen den Generationen ebenso wenig wie ein günstiger Altersaufbau eine Rolle.

Als Ziel der Altersbegrenzungen lässt sich auch nicht die Notwendigkeit einer angemessenen Beschäftigungszeit vor dem Eintritt in den Ruhestand erkennen. Dieses Ziel erscheint lediglich zweckmäßig, soweit Erstwahlen betroffen sind; was vorliegend nicht der Fall ist.

Quelle:
VG Wiesbaden, Beschluss vom 22.05.2013
Aktenzeichen: 7 L 392/13.WI
PM des VG Wiesbaden Nr. 10/13 vom 22.05.2013

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