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Beamtenrecht Kollegenschelte über Youtube kann Dienstpflicht verletzen

[29.05.2013]Ein Hochschullehrer, der in einer Vorlesung Amtsträger der Hochschule verächtlich macht und dabei ausdrücklich billigt, dass ein Student seine Rede als Video auf Youtube einstellt, überschreitet die Grenzen der Meinungsfreiheit. Die Hochschule kann dies mit einer Geldbuße sanktionieren.

Der Fall

Ein Professor einer Berliner Universität (C2) nahm im Rahmen einer Vorlesung zu einem Plagiatsfall an der Hochschule Stellung. Dabei schilderte er den Studenten den zugrunde liegenden Sachverhalt und griff verschiedene Amtsträger der Hochschule scharf an, denen er Eingriffe in die Meinungsfreiheit vorwarf.

Seine Ausführungen wurden von einem Studenten als Video aufgenommen. Er erklärte am Ende der Vorlesung wörtlich: »Sie könnten das sozusagen, ich weiß nicht, bei YouTube ins Netz stellen und dann gehe ich ins Wochenende. Und dann werden wir ja sehen wie die Lage der Liga in der nächsten Woche ist.« Der Mitschnitt der Vorlesung wurde kurz darauf auf Youtube.com veröffentlicht.

In der Folge leitete die Hochschule gegen ihn ein Disziplinarverfahren mit dem Vorwurf ein, durch »unberechtigte Vorwürfe gegen die Hochschulleitung im Rahmen seiner Lehrveranstaltung« gegen seine Dienstpflichten verstoßen zu haben. Mit Disziplinarverfügung vom 8.3.2012 verhängte die Hochschule gegen den Professor eine Geldbuße in Höhe von 1.000,- EUR.

Die Entscheidung

Das VG Berlin wies die Klage des Professors gegen die Disziplinarverfügung als unbegründet zurück. Das Gericht betonte, der Kläger habe durch seine Ansprache vor den Studenten die Grenzen, die sich aus der beamtenrechtlichen Treuepflicht und § 34 Satz 3 BeamtStG für die Meinungsäußerungsfreiheit ergeben, in mehrfacher Hinsicht überschritten.

Die Grenzen der Meinungsfreiheit könnten nicht nur bei internen Beschwerden oder Eingaben überschritten werden, sondern erst Recht bei Kritik am Dienstherrn in der Öffentlichkeit oder »bei quasi öffentlichen Äußerungen, die aufgrund vom Beamten ausdrücklich gestatteter Verbreitung über das Internet (Youtube) einen unübersehbar großen Empfängerkreis erreichen können.«

Quelle:
VG Berlin, Urteil vom 29.10.2012,
Aktenzeichen: 80 K 23.12 OL
Bürgerservice Berlin-Brandenburg

Lesetipp der Online-Redaktion:

»Sind Beamtinnen und Beamte Beschäftigte ohne Grundrechte?« von Prof. Dr. Timo Hebeler in »Der Personalrat« 12/2012, S. 492-494.

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