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Arbeitnehmerhaftung Heimbetreiber haftet für Fahrlässigkeit von Pflegekräften

[10.06.2013]Lässt das Personal eines Pflegeheims Thermoskannen mit heißem Tee unbeaufsichtigt in einem Raum mit pflegebedürftigen und auch demenzkranken Heimbewohnern zurück, so haftet der Heimbetreiber, wenn sich eine im Rollstuhl sitzende Bewohnerin mit dem Tee verbrüht, entschied das OLG Schleswig-Holstein.

Der Fall

Eine 73 Jahre alte und pflegebedürftige Heimbewohnerin war beim Essen und Trinken auf Hilfe angewiesen und saß im Rollstuhl (Pflegestufe III). Nach dem Mittagessen wurde sie zusammen mit anderen, unter anderem auch demenzkranken Heimbewohnern unbeaufsichtigt in einem Aufenthaltsraum zurückgelassen. Das Pflegepersonal hatte zuvor heißen Tee in Thermoskannen abgefüllt und auf die Fensterbank gestellt.

Später wurden bei der alten Dame erhebliche Verbrennungen an den Oberschenkeln festgestellt. Nach den Feststellungen des Gerichts entstanden die Verbrennungen durch den heißen Tee, der entweder von ihr selbst oder einem der anderen Heimbewohner auf ihrem Schoß verschüttet wurde. Die Patientin musste länger als einen Monat im Krankenhaus behandelt werden.

Die Behandlungskosten über 85.000 EUR forderte die Krankenkasse, bei der die Patientin versichert war, anschließend von dem Heimbetreiber zurück.

Die Entscheidung


Der 4. Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts hat den Heimbetreiber verurteilt, der Krankenkasse die Behandlungskosten voll zu ersetzen. Der Krankenkasse stehen Schadenersatzansprüche der Patientin aus übergegangenem Recht zu (§ 116 SGB X).

Die Patientin hat gegen den Heimbetreiber deliktische und vertragliche Ansprüche auf Schadensersatz, die auf die Krankenkasse übergegangen sind. Es liegt eine Pflichtverletzung des Pflegepersonals vor, wenn heißer Tee in Thermoskannen unbeaufsichtigt in einem Raum mit pflegebedürftigen Heimbewohnern, auch Demenzerkrankten, gelassen wird. Das gilt auch dann, wenn die Verletzte aufgrund ihrer Behinderung die auf der Fensterbank abgestellten Thermoskannen selbst nicht erreichen konnte.

Zwar ist es dem Personal nicht abzuverlangen, ständige Aufsicht zu führen. Zudem sollen auch Pflegeheime die Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Bewohner wahren und fördern. Dem Heimbetreiber wäre es aber ohne großen Aufwand möglich gewesen, das vorhersehbare Schadensgeschehen abzuwenden, indem das Personal angewiesen wird, die Thermoskannen bei Verlassen des Aufenthaltsraums wieder mitzunehmen.

Quelle:
Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 31.05.2013
Aktenzeichen 4 U 85/12
OLG Schleswig-Holstein, Pressemitteilung vom 6.6.2013

Lesetipp der Online-Redaktion:

»Die Überlastungsanzeige in der öffentlichen Verwaltung« von Doreen Lindner in »Der Personalrat« 6/2011, S. 251-255.