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Keine Diskriminierung Schwerbehinderte Lehrkräfte müssen Hälfte des Regelstundenmaßes unterrichten

[05.06.2013]Es ist unter dem Gesichtspunkt der Ungleichbehandlung nicht zu beanstanden, dass schwerbehinderte Lehrkräfte eine Stundenermäßigung nur dann erhalten, wenn sie mindestens die Hälfte des Regelstundenmaßes auch tatsächlich Unterricht erteilen.

Der Fall:
Die mit einem Grad der Behinderung von 50 schwerbehinderte Klägerin arbeitet bei dem beklagten Land als Lehrerin. Seit dem Schuljahr 2011/2012 besteht ein vereinbartes Altersteilzeitarbeitsverhältnis mit einem Beschäftigungsumfang von 20 statt der regulären 27 Wochenstunden. Für dieses Schuljahr ist die Verwaltungsvorschrift des zuständigen Ministeriums maßgeblich.

Darin heißt es unter anderem wie folgt:
„4.2. Schwerbehinderte Lehrkräfte mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 erhalten eine Anrechnung von zwei Unterrichtsstunden.
4.3. Lehrkräfte, die aufgrund von Anrechnungsstunden und/oder Ermäßigungsstunden weniger als die Hälfte des Regelstundenmaßes Unterricht erteilen, erhalten keine Schwerbehinderten-Anrechnungsstunden.“

Die Klägerin erhält weiterhin folgende wöchentliche Freistellungsstunden:
- zwei Stunden auf Grund ihrer Eigenschaft als örtliche Schwerbehindertenvertrauensperson,
- sechs als Schwerbehindertenvertrauensperson beim Schulamt und
- einer als Schwerbehindertenvertrauensperson beim zuständigen Ministerium.

Sie hält die Regelung zu 4.3. wegen Verstoßes gegen § 4 Teilzeitbefristungsgesetz für diskriminierend und verlangt die Anrechnung von zwei weiteren Stunden pro Woche aufgrund der Schwerbehinderung.

Die Entscheidung:
Die Regelung in Ziffer 4.2. und 4.3. ist nicht zu beanstanden, urteilte das LAG Mecklenburg-Vorpommern.

Sie ist insbesondere mit dem Diskriminierungsverbot in § 4 Teilzeitbefristungsgesetz vereinbar.

Zusammengefasst wird in der fraglichen Regelung zum Ausdruck gebracht, dass Lehrkräfte, die bis zur Hälfte des Regelstundenmaßes tatsächlich Unterricht erteilen, zwei Schwerbehindertenanrechnungsstunden erhalten sollen. Erteilen sie weniger Unterricht, sollen sie keine Schwerbehindertenanrechnungsstunden erhalten.

Es ist in diesem Zusammenhang nicht zu beanstanden, dass Unterrichtsstunden und sonstige Tätigkeiten unterschiedlich behandelt werden. Es ist gerichtsbekannt, dass schwerbehinderte Arbeitnehmer im Bereich der Landesverwaltung grundsätzlich keine Ermäßigungen hinsichtlich der Arbeitszeit erhalten. Mit der besonderen Behandlung von Unterrichtsstunden soll ausgedrückt werden, dass es sich dabei regelmäßig um eine besonders belastende Tätigkeit handelt.

Ein objektiver, die Ungleichbehandlung rechtfertigender Grund liegt insbesondere dann vor, wenn eine Gleichbehandlung, also die Gewährung der Vergünstigung auch an Lehrer mit geringerer Unterrichtsverpflichtung zu einer Veränderung des Leistungszwecks, d. h. der Art der Leistung führen würde (BAG vom 25.07.1996 – 6 AZR 138/94 – m. w. N.).

So verhält es sich hier. Würde jedem schwerbehinderten Lehrer anteilig zu der Zahl der Unterrichtsstunden eine Ermäßigung zustehen, würde der Wille des beklagten Landes, nur die Lehrer mit höherer Unterrichtsverpflichtung zu begünstigen, verfehlt. Die Arbeitnehmer erhielten eine Ermäßigung nicht mehr dafür, dass sie mit einer bestimmten Zahl von Unterrichtsstunden besonders belastet sind, sondern dass sie mit Unterrichtsstunden überhaupt belastet sind. Dies war jedoch nicht der Zweck der Regelung, wobei von besonderer Bedeutung ist, dass das beklagte Land zu einer derartigen Vergünstigung ohnehin nicht verpflichtet gewesen wäre.

Quelle:
LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 10.04.2013,
Aktenzeichen: 2 Sa 199/12

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