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Feuerwehrbeamter Häusliche Alarmbereitschaft ist bezahlter Bereitschaftsdienst

[23.07.2013]Der Einsatzleiter vom Dienst einer Feuerwehr verrichtet zur Arbeitszeit zählenden Bereitschaftsdienst, wenn er außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit ein dienstliches Einsatzfahrzeug mitführen, über einen Funkalarmempfänger ständig erreichbar sein und mit einer Alarmierung während dieser Zeit regelmäßig rechnen muss.

Der Fall:
Der Kläger steht als Beamter im feuerwehrtechnischen Dienst der Beklagten. Seine wöchentliche Arbeitszeit beträgt 41 Stunden. Darüber hinaus wird er als Einsatzleiter vom Dienst (EvD) herangezogen. Während dieses Dienstes hat der ein Dienstfahrzeug mitzuführen und muss über einen Funkalarmempfänger ständig erreichbar sowie sofort einsatzbereit sein. Im Durchschnitt leistet er wöchentlich mehr als einen 24-stündigen EvD-Dienst.

Der Beamte macht Freizeitausgleich, hilfsweise Mehrarbeitsvergütung, geltend.

Die Entscheidung:
Der Kläger verrichtet zu vergütenden Bereitschaftsdienst, urteilte der VGH Baden-Württemberg.

Die von ihm geleistete „häuslichen Alarmbereitschaft“ unterscheidet sich vom „klassischen“ Bereitschaftsdienst nur dadurch, dass er sich nicht in der Feuerwache aufhalten muss. Dieser Umstand lässt aber nicht die Annahme zu, dass es sich deshalb um Freizeit in Form einer (bloßen) Rufbereitschaft - handelt.

Hiergegen spricht bereits die konkrete Ausgestaltung des EvD-Dienstes, meinten die Richter. Die Beklagte hat die sofortige Verfügbarkeit des Einsatzleiters vom Dienst eingeplant. Dieser war nicht völlig frei in der Wahl seines Aufenthaltsorts, vielmehr hat er stets das ihm überlassene Dienstfahrzeug mitzuführen und sich in dessen Nähe aufzuhalten.

Zwar hat der Gerichtshof der Europäischen Union in seiner Rechtsprechung bislang (nur) den Bereitschaftsdienst „in Form persönlicher Anwesenheit“ „am Arbeitsplatz“ unter den Begriff der Arbeitszeit gefasst und demgegenüber betont, dass etwas anderes (bei Rufbereitschaft) gilt, wenn der Beamte ständig erreichbar sein muss, ohne jedoch zur Anwesenheit in der Einrichtung verpflichtet zu sein. Der Gerichtshof hatte bislang aber auch keine Veranlassung darauf einzugehen, ob das Anwesenheitskriterium eine notwendige Bedingung für die Zurechnung einer Dienstform zur Arbeitszeit sein soll.

Vor diesem Hintergrund ist auch die weitere Ausgestaltung des EvD-Dienstes in zeitlicher Hinsicht in den Blick zu nehmen und in die gebotene Gesamtbetrachtung einzubeziehen. Insoweit ist der Dienst maßgeblich dadurch gekennzeichnet und bestimmt, dass der Einsatzleiter vom Dienst im Fall einer Alarmierung den Einsatz sofort - d.h. innerhalb weniger Minuten - zu übernehmen und den Dienst aufzunehmen hat.

Durch den Faktor Zeit wird damit letztlich auch die dem Beamten grundsätzlich zustehende Bestimmung des Aufenthaltsorts durch den Dienstherrn bzw. durch die dem Feuerwehrdienst innewohnenden Sachzwänge stark beschränkt; die zeitlichen Vorgaben nehmen dem Kläger - auch wenn er sich zuhause aufhalten kann - die Möglichkeit, sich frei zu bewegen und sich auch anderen privaten Interessen und Hobbys oder familiären Angelegenheiten zu widmen.

Quelle:
VGH Baden-Württemberg Urteil vom 26.6.2013,
Aktenzeichen: 4 S 94/12

Lesetipp der Online-Redaktion:
»BVerwG, Voller Freizeitausgleich für Überschreitungen der Höchstarbeitszeit bei der Feuerwehr« in »Der Personalrat« Ausgabe 11/2011, S. 451.

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