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Alterdiskriminierung Hessen muss Lehrer über gesetzliche Altersgrenze hinaus beschäftigen

[26.07.2013]Die allgemeine Regelaltersgrenze des Hessischen Beamtengesetzes verletzt den unionsrechtlich garantierten Schutz des Einzelnen davor, durch einen EU-Mitgliedsstaat nicht wegen seines Lebensalters diskriminiert zu werden.

Der Fall:
Der Antragsteller ist Studienrat. Dieser würde aufgrund der Vollendung seines 65. Lebensjahres zum 31.07.2013 in den Ruhestand treten. Im Dezember 2012 beantragte er beim Hessischen Kultusministerium den Eintritt in den Ruhestand um ein Jahr hinauszuschieben. Dieses lehnte den Antrag ab.

Die Entscheidung:
Das VG Frankfurt/M. hat das Kultusministerium nun im einstweiligen Rechtsschutzverfahren verpflichtet, den Studienrat bis zum 31.07.2014 zu beschäftigen.

Der Anspruch beruht auf der Nichtanwendbarkeit der allgemeinen Regelaltersgrenze nach § 50 Hessisches Beamtengesetz (HGB). Denn diese steht im Widerspruch zur hier einschlägigen, höherrangigen und unmittelbar Gültigkeit beanspruchenden Richtlinie 2000/78/EG. Nach § 6 Abs. 1 dieser RL sind Ungleichbehandlungen wegen des Alters gerechtfertigt, sofern sie zur Erreichung rechtmäßiger Ziele aus den Bereichen Beschäftigungspolitik und Arbeitsmarkt angemessen und erforderlich ist.

Zwar hielten die Richter dem Ministerium zugute, dass dieses die obigen Ziele seit der Verkündung des 2. Gesetzes zur Modernisierung des Dienstrechts in Hessen (v. 27.05.2013) verfolgt. Allerdings ist die Angemessenheit und Erforderlichkeit einer allgemeinen Altersgrenze aber nur nachgewiesen, wenn sie im Hinblick auf das verfolgte Ziel nicht unvernünftig erscheint und auf Beweismittel gestützt wird, deren Beweiskraft das nationale Gericht zu beurteilen hat.

Für die Berufsgruppe der Lehrer liegen aber keine dahingehenden Erkenntnisse vor. Es wäre aber notwendig gewesen, dass der Gesetzgeber eine auf Tatsachen basierende Prognose getroffen hätte über den Anteil derjenigen Lehrer/innen,

  • die vorzeitig in den Ruhestand treten,
  • die mit der Regelaltersgrenze in den Ruhestand treten und
  • die gegebenenfalls über die Altersgrenze hinaus tätig sein sollten,

um eine vernünftige, die widerstreitenden Interessen zum Ausgleich bringende Regelung über den Ruhestandseintritt von Angehörigen dieser Berufsgruppe treffen zu können.

Insofern ist die Notwendigkeit der Beibehaltung einer allgemeinen Altersgrenze auch nicht auf Tatsachen gestützt, die es dem Gericht ermöglichten, die ihm obliegende Überprüfung der Angemessenheit und Notwendigkeit dieser Maßnahme positiv festzustellen. Das Fehlen dieser Angaben geht zu Lasten des - insoweit beweispflichtigen - Ministeriums.

Quelle:
VG Frankfurt/M., Beschluss vom 15.07.2013
Aktenzeichen: 9 L 2184/13.F
PM des VG Frankfurt/M. Nr. 09/13 vom 25.07.2013

Lesetipp der Online-Redaktion:
» Altersgrenze 67« von Kranz/Schlenzka in »Der Personalrat« Ausgabe 10/2007, S. 414-417.

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