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Dienstfahrzeug Polizeibeamtin haftet nicht für Falschbetankung durch Vorgesetzten

[23.07.2013]Überlässt ein als Kraftfahrer eingesetzter Beamter das Betanken des Dienstfahrzeugs einem anderen Beamten, kann er grundsätzlich darauf vertrauen, dass dieser seinerseits die gebotene Sorgfalt an den Tag legt.

Der Fall:
Die Klägerin – eine Polizeiobermeisterin - fuhr zum Betanken des Dienstfahrzeuges. Dieses ist mit einem Dieselmotor ausgestattet und auf der Innenseite der Tankklappe entsprechend gekennzeichnet.

Der mitfahrende Vorgesetzte bot an, die Betankung durchzuführen. Er erkundigte sich nach dem einzufüllenden Kraftstoff. Die im Fahrzeug verbliebene Klägerin antwortete unstreitig: „Wenn da nichts steht, tankst Du Super.“ Weiter äußerte sie, zur Sicherheit in den Fahrzeugpapieren nachzusehen. Diesen entnahm sie keinen Hinweis auf den erforderlichen Kraftstoff. Dabei war aus einem einzelnen Voreintrag im Fahrtennachweisheft erkennbar, dass das Fahrzeug Dieselkraftstoff benötigte.

Das Verwaltungsgericht gab dem Dienstherrn recht. Die Klägerin habe grob fahrlässig gehandelt und hafte deshalb gemäß § 75 Abs. 1 BBG für den entstandenen Schaden.

Die Entscheidung:
Dem widersprachen die Richter des OVG Lüneburg. Der Klägerin ist bereits keine Verletzung dienstlicher Pflichten zur Last zu legen.

Zwar entfällt die Pflicht nicht dadurch vollständig, dass sie die Betankung berechtigterweise dem Vorgesetzten überlassen hat. Allerdings kommt es hier allein darauf an, ob sie ihrer Überwachungspflicht gerecht geworden ist. Das ist zur Überzeugung des Senates der Fall.

Die Klägerin durfte darauf vertrauen, dass ihr Vorgesetzter bei dem Betanken seinerseits die erforderliche Sorgfalt an den Tag legen und den eindeutigen Hinweis an der Tankklappe erkennen würde.

Soweit der Dienstherr meint, die Klägerin habe das Fahrtennachweisheft in weitergehendem Umfang auf Hinweise auf den benötigten Kraftstoff untersuchen müssen, teilt der Senat diese Auffassung ebenfalls nicht. Eine solche Einzeldurchsicht war nicht geschuldet. Die Klägerin durfte vielmehr erwarten, dass ein Hinweis auf das Erfordernis, Dieselkraftstoff zu tanken, in einer auf den ersten Blick erkennbaren Form vorhanden gewesen wäre. Auf der Fahrzeugmappe des Fahrzeugs befand sich jedoch - anders als dies wohl üblicherweise der Fall ist - kein Hinweis auf den benötigten Dieselkraftstoff.

Quelle:
OVG Lüneburg, Beschluss vom 27.05.2013,
Aktenzeichen: 5 LB 96/13

Lesetipp der Online-Redaktion:
»BAG, Arbeitnehmerhaftung bei grober Fährlässigkeit« in »Der Personalrat« Ausgabe 6/2013, S. 234.

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