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Altersdiskriminierung Höchstaltersgrenze gilt auch für Bayerische Landräte

[08.10.2013]Das Bundesverfassungsgericht hat einen umtriebigen Landespolitiker ausgebremst. Dass dieser mit 75 Jahren noch als Landrat kandidierten wollte, aber nach Landesrecht nicht durfte, fanden die Verfassungsrichter nicht Alters diskriminierend.

Der Fall:
Der Beschwerdeführer ist Mitglied des Bayerischen Landtags. Er strebt an, bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2014 für das Amt des Landrats im Landkreis München zu kandidieren. Zu diesem Zeitpunkt wäre er 75 Jahre alt.

An seinem Vorhaben sieht er sich durch das Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz (GLKrWG) gehindert. Gemäß Art. 39 Abs. 2 Satz 2 GLKrWG kann nicht zum berufsmäßigen ersten Bürgermeister und zum Landrat gewählt werden, wer am Tag des Beginns der Amtszeit das 65. Lebensjahr vollendet hat.

Die Antragsteller sieht hierin eine unzulässige Altersdiskriminierung. Er beruft sich u.a. auf die Richtlinie 2000/78/EG zur Feststellung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Die Entscheidung:
Das BVerfG hat die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen.Der Gesetzgeber ist nicht daran gehindert, die Wählbarkeit zu den Ämtern des berufsmäßigen ersten Bürgermeisters und des Landrats von der Vollendung des 65. abhängig zu machen.

Bereits der EuGH hat im Fall der allgemeinen Altersgrenze für Lebenszeitbeamte des Hessischen Beamtengesetzes (65 Jahre; Verlängerungsmöglichkeit bis 68 Jahre bei dienstlichem Interesse) entschieden, dass die Richtlinie 2000/78/EG einer solchen Regelung nicht entgegensteht (Urteil v. 21.07.2011 - C-159, 160/10).

Dies gilt zumindest dann, wenn sie zum Ziel hat, eine ausgewogene Altersstruktur zu schaffen, um die Einstellung und die Beförderung von jüngeren Berufsangehörigen zu begünstigen, die Personalplanung zu optimieren und damit Rechtsstreitigkeiten über die Fähigkeit des Beschäftigten, seine Tätigkeit über ein bestimmtes Alter hinaus auszuüben, vorzubeugen, und es die Erreichung dieses Ziels mit angemessenen und erforderlichen Mitteln ermöglicht.

So liegt es hier, meinten die Verfassungsrichter. Die mit der Höchstaltersgrenze verfolgte Zielsetzung, dass gewählte Amtsträger ihr Amt möglichst während der gesamten Amtszeit ausüben können und Zwischenwahlen vermieden werden, stellt ein legitimes Ziel im Sinne des Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 2000/78/EG dar.

Sie dient insbesondere dazu, die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu sichern. Gleiches gilt für die von der Bayerischen Staatsregierung vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof dargelegte weitere Zielsetzung der Erhaltung eines einheitlichen Beamtenrechts. Dieses dient unter anderem dem sozialpolitischen Ziel einer ausgewogenen Altersstruktur, der Begünstigung von Einstellungen jüngerer Beamter sowie der Optimierung der Personalplanung.

Quelle:
BVerfG, Urteil vom 26.08.2013,
Aktenzeichen: 2 BvR 441/13

Lesetipp der Online-Redaktion:
»Das Besoldungsdienstalter und die ungerechtfertigte Altersdiskriminierung« von Ass. jur. Henriette Schwarz in »Der Personalrat« 78/2013, S. 69-71.

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