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Mitbestimmungsrecht Personalrat hat bei Zwist über Urlaubswünsche mitzureden

[21.01.2014]Können sich Dienststelle und Mitarbeit nicht über individuelle zeitliche Urlaubswünsche einigen, hat der Personalrat vor Ablehnung des Urlaubsantrages durch den Dienstherrn ein Mitbestimmungsrecht.

Der Fall:
Eine Dienststellenmitarbeiterin beantragte beim Dienstherrn einen Tag Urlaub.

Dieser wurde ihr in Aussicht gestellt, wenn sie sich im Gegenzug bereit erklärte, bei Ausfall der zweiten Mitarbeiterin den Dienst zu übernehmen. Die Beschäftigte war damit nicht einverstanden. Sie nahm den Urlaubantrag zurück. Gleichzeit hielt ihre Gewerkschaft den Urlaubsantrag für sie aufrecht.  

Der Personalrat sieht im Nachgang sein Mitbestimmungsrecht aus § 80 Abs. 2 Nr. 10 LPersVG verletzt, da über die individuellen zeitlichen Urlaubswünsche eines einzelnen Beschäftigten kein Einverständnis mit der Dienststellenleitung erzielt wurde.

Die Entscheidung:
Das VG Mainz stellte sich auf die Seite des Personalrats.

Von dem Mitbestimmungstatbestand sind alle (indes auch nur) die Fälle erfasst, in denen zwischen Beschäftigtem und Dienststellenleitung kein Einverständnis hinsichtlich der zeitlichen Lage des Urlaubs erzielt werden kann.

Für den Mitbestimmungstatbestand kann es daher keine Bedeutung haben, ob der Meinungsdifferenz eine Bestimmung der Urlaubszeit für den einzelnen Beschäftigten durch die Dienststelle vorausgegangen ist oder ob die Dienststelle einen Urlaubswunsch des Beschäftigten versagen will. In beiden Fällen besteht eine Konfliktlage, in denen verschiedene Interessen hinsichtlich der zeitlichen Lage des Urlaubs bestehen, die auf der Grundlage von § 7 Abs. 1 BurlG in einen Ausgleich gebracht werden müssen.

Das Tatbestandsmerkmal „Festsetzung“ der zeitlichen Lage des Urlaubs in § 80 Abs. 2 Nr. 10 LPersVG schränkt das Mitbestimmungsrecht auch nicht in der Weise ein, dass es nur im Falle der zeitlichen Festsetzung des Urlaubs im Sinne einer dienstlich-förmlichen Anordnung durch die Dienststellenleitung gelten soll.

Abgesehen davon, ob derartige Rechtskonstellationen überhaupt gegeben sein können, hat die Urlaubsgewährung sich auch in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich am Urlaubswunsch des Betroffenen auszurichten. Deshalb ist das fehlende Einverständnis zwischen Beschäftigtem und Dienststelle das eigentliche mitbestimmungsauslösende Tatbestandsmerkmal, dem der Begriff der „Festsetzung“ nicht entgegensteht.

Quelle:
VG Mainz , Beschluss vom 08.01.2014,
Aktenzeichen: 5 K 1601/13.MZ

Lesetipp der Online-Redaktion:
»Beteiligung des Personalrats beim Urlaub« von Dr. Heiko Peter Krenz in »Der Personalrat« 4/2010, S. 140-143.

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