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Kündigung Weiterbeschäftigung trotz Herstellung von K.-o.-Tropfen

[21.01.2014]Klagt die Staatsanwaltschaft einen im Landesdienst beschäftigten Wachmann wegen einer außerdienstlich begangenen Straftat an, so ist eine Kündigung jedenfalls dann unverhältnismäßig, wenn eine zumutbare Weiterbeschäftigungsmöglichkeit im Innendienst besteht. Mit diesem Urteil kassierte das Bundesarbeitsgericht die Entscheidung der Vorinstanz.

Der Fall:

Ein Polizeiangestellter wurde von dem Land Berlin seit 2001 als Wachmann im Objektschutz beschäftigt. Der Mann versah seinen Dienst in Polizeiuniform und mit Dienstwaffe.

Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz

Das Land Berlin kündigte das Arbeitsverhältnis fristgemäß, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen den Polizeiangestellten Anklage wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erhoben hatte. In seiner Privatwohnung waren zuvor Mittel und Utensilien zur Herstellung sogenannter K.-o.-Tropfen (auch: Liquid Ecstasy) gefunden worden.

Der Polizeiangestellte, der zwischenzeitlich zu einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde, hält die Kündigung für unberechtigt. So die Pressemitteilung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Berlin-Brandenburg zu seinem für den Wachmann ungünstigen Urteil vom 25. Oktober 2011 – Aktenzeichen: 19 Sa 1075/11.
Der Wachmann war mit der Entscheidung des LAG nicht einverstanden und ging in Revision.

Die Entscheidung:

Die Richter des BAG kassierten die Entscheidung der Vorinstanz und verwiesen den Fall zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das LAG zurück.

Denn die (auch private) Herstellung verbotener Betäubungsmittel sei zwar an sich geeignet, berechtigte Zweifel an der Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Eignung des Wachmanns für die künftige Erledigung seiner Aufgaben zu begründen. Insoweit liege durchaus eine Vertragsstörung vor – und auch ein potentieller personenbedingter Kündigungsgrund im Sinne von § 1 Abs. 2 KSchG (Kündigungsschutzgesetz).

Kündigung letztlich unverhältnismäßig

Trotzdem ist die Kündigung hier unverhältnismäßig, wenn die Möglichkeit besteht, den Mann zu anderen Arbeitsbedingungen weiterzubeschäftigen. Das gelte jedenfalls dann, wenn sich die festgestellte Vertragsstörung bei der neuen Aufgabe nicht (mehr) in erheblicher Weise auswirkt.

Die Vorinstanz muss daher prüfen, ob eine andere Verwendungsmöglichkeit für den Wachmann besteht. Schließlich habe das Land Berlin diesen ja auch schon in dem Zeitraum zwischen Wohnungsdurchsuchung und Anklageerhebung im Innendienst eingesetzt.

Quelle:

BAG, Urteil vom 20.06.2013
Aktenzeichen: 2 AZR 583/12

© bund-verlag.de - (jes)

Linktipp: Registrierte Nutzer lesen die Entscheidung des BAG hier im Volltext.

Lesetipp der Online-Redaktion:

»Die Kündigung – Rechtmäßigkeit und Reaktionsmöglichkeiten von Betroffenen und Betriebsräten« von Petra Ahlburg in »Arbeitsrecht im Betrieb (AiB)« Ausgabe 3/2013, S. 176 - 180