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Disziplinarverfahren Polizeibeamter bleibt trotz Weitergabe von Drogen im Dienst

[17.03.2014]Ein Polizeibeamter im Zivilen Einsatzdienst ist auch dann nicht wegen Verstoßes gegen seine Dienstpflichten aus dem Polizeidienst zu entfernen, wenn er Informanten kleinere Mengen an Marihuana als Belohnung für Auskünfte hat zukommen lassen.

Der Fall:
Der Beamte, ein 43 Jahre alter Polizeihauptkommissar, war in der Zeit von 2002 bis 2008 durchgängig im Zivilen Einsatzdienst (ZED) der Polizei eingesetzt. Aufgabe des ZED war insbesondere die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität.

Im Jahr 2010 wurde der Beamte u.a. wegen unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln in sechs Fällen verurteilt. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Beamte im dienstlichen Zusammenhang in einem Zeitraum zwischen Ende 2003 und Mai 2007 wiederholt wenige Gramm Marihuana an Informanten und potentielle Hinweisgeber abgegeben hatte, um sie für ihre Hinweise auf Rauschgiftgeschäfte zu belohnen oder sie zu einer (weiteren) Zusammenarbeit zu bewegen.

Der Dienstherr des Polizeibeamten vertrat in dem sich anschließenden Disziplinarverfahren die Ansicht, dass der Beamte aufgrund dieser Straftaten aus dem Dienst zu entfernen sei.

Die Entscheidung:
Die Fachkammer für Disziplinarsachen des VG Bremen ist dem im Ergebnis nicht gefolgt.

Nach Auffassung der Fachkammer hat der Beamte durch die Straftaten zwar ein schwerwiegendes Dienstvergehen begangen, das jedenfalls im Regelfall auch die Entfernung des Beamten aus dem Dienst zur Folge haben muss.  Aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls ist hier jedoch ausnahmsweise von einer Entfernung des Beamten aus dem Dienst abzusehen.

So hat der beklagte Beamte glaubhaft vorgetragen, dass er uneigennützig gehandelt habe und sein Verhalten von Anfang an dadurch motiviert gewesen sei, über die „kleinen“ Drogendealer und die Betäubungsmittelkonsumenten an die Hintermänner des organisierten Drogenhandels heranzukommen.

Die Kammer hat die Überzeugung gewinnen können, dass bei dem Beamten seit der Tatbegehung ein Entwicklungsprozess stattgefunden hat und er zukünftig die Gewähr dafür bietet, nicht erneut straffällig zu werden. Er hat vor der Fachkammer auch ein ehrliches, ungeschöntes Bild von seiner Motivationslage gezeichnet. Die Fehlerhaftigkeit seiner Vorgehensweisen hat er erkannt.

Die Fachkammer ist deshalb zu der positiven Prognose gelangt, dass der Beamte sich zukünftig innerdienstlich weder straf- noch disziplinarrechtlich etwas zu schulden kommen lassen wird. Das rechtfertigt den Schluss, dass der Vertrauensverlust des Dienstherrn und der Allgemeinheit in den Beamten noch nicht so umfassend und endgültig eingetreten ist, dass dies seine Entfernung aus dem Dienst gebietet.

Quelle:
VG Bremen, Urteil vom 03.03.2014
Aktenzeichen: D K 148/12

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