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Bundespolizei Traum von der Polizei-Karriere platzt wegen Riesen-Tattoo

[05.06.2014]Bundespolizei-Bewerber können abgelehnt werden, wenn sie großflächige Tattoos tragen. Das Motiv der Tätowierung spielt keine Rolle. Für die Richter des Verwaltungsgerichts Darmstadt kam es bei ihrer Eilentscheidung vor allem darauf an, dass sich das große Tattoo der Bewerberin an einer nicht sehr dezenten Stelle befindet.

Eine junge Frau hatte sich um die Zulassung zur Ausbildung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizei beworben. Nachdem man bei der Behörde erfuhr, dass die Bewerberin am rechten Unterarm eine großflächige Tätowierung trägt, war ihr die Zulassung zum Eignungsauswahlverfahren versagt worden.

Gesteigerter Erlebnisdrang?

Begründung: Nach den einschlägigen Richtlinien stehe eine Tätowierung, die beim Tragen der Uniform sichtbar sei, einer Einstellung in den Dienst der Bundespolizei entgegen. Da zur Polizeigarderobe auch ein kurzärmeliges Sommerhemd gehöre, müssten Bewerber mit Tattoos auf den Unterarmen abgelehnt werden.

Die Behörde argumentiert weiter, dass die Uniform Ausdruck der Legitimation und der Neutralität von Polizeibeamten sei. Sichtbare Tätowierungen könnten das Misstrauen der Bürger schüren, weil sie als Zeichen eines gesteigerten Erlebnisdrangs verstanden werden könnten. Die durch solche Tätowierungen zum Ausdruck gebrachte überzogene Individualität sei auch geeignet, die Toleranz anderer übermäßig zu beanspruchen.

Die Bewerberin wehrte sich gegen die Ablehnung und stellte bei Gericht einen Eilantrag, der ihr doch noch die Teilnahme am Eignungsauswahlverfahren ermöglichen sollte.

Sichtbare Tattoos stehen einer Karriere bei der Bundespolizei im Weg

Das Gericht entschied zu Ungunsten der jungen Frau. Zwar seien Tätowierungen heutzutage nicht mehr nur in Seefahrer- und Sträflingskreisen anzutreffen, sondern in den verschiedensten Gesellschaftsschichten. Die Richter bezweifeln aber, dass großflächige Tätowierungen auch bei Repräsentanten des Staates allgemein toleriert werden.

Darüber hinaus sei die besondere Aufgabenstellung der Bundespolizei in den Blick zu nehmen. Denn häufig seien Vertreter der Bundespolizei die ersten Repräsentanten des deutschen Staates, die einreisende Ausländer wahrnehmen würden. Die Verwaltungsrichter können daher gut nachvollziehen, dass die Behörde Regelungen zum äußeren Erscheinungsbild ihrer Polizisten erlasse.

Auch die Erwägung, große sichtbare Tätowierungen könnten die Toleranz anderer übermäßig beanspruchen, hält sich nach Meinung der Richter noch im Rahmen der Eignungsprognose.

Dezentere Tätowierungen wären OK

Das bedeute allerdings nicht, dass jedwede Tätowierung ungeachtet ihres Inhalts und ihrer äußeren Erscheinungsform einem Bewerber für den Dienst bei der Bundespolizei entgegengehalten werden könne. Absolute Einstellungshindernisse seien nur Tätowierungen mit einem nicht akzeptablen Inhalt, also beispielsweise solche gewaltverherrlichender, sexistischer oder allgemein die Menschenwürde verletzender Art.

Andererseits könne nicht mehr davon ausgegangen werden, dass dezente Tätowierungen von geringer Größe und ohne besondere Symbolik auch heute noch als Eignungsmangel angesehen werden könnten. Ein generelles Verbot jeglicher sichtbaren Tätowierung bei einem Bundespolizeidienst-Bewerber lasse sich jedenfalls nicht mehr rechtfertigen.

Da es sich hier um eine sichtbare großflächige Tätowierung handle, habe das Gericht dem Eilantrag nicht entsprechen können. Alleine die schiere Größe des Tattoos berechtige die Behörde, die Bewerberin abzulehnen.

Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts kann Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel eingelegt werden.

Quelle:

VG Darmstadt, Beschluss vom 27.05.2014
Aktenzeichen: 1 L 528/14
PM des VG Darmstadt vom 03.06.2014

© bund-verlag.de - (jes)

Lesetipp der Online-Redaktion:

»Eignung von tätowierten Beamten – Übernahme ins Beamtenverhältnis fraglich« von Maximilian Baßlsperger in »Der Personalrat – PersonalRecht im öffentlichen Dienst« Ausgabe 10/2013, S. 401 - 403

Linktipp:

Tätowierter Polizist – Gericht droht dem Land NRW mit einem Zwangsgeld von 10.000 Euro, VG Aachen, Beschluss vom 23.10.2013: Eine Entscheidung zugunsten des tätowierten Bewerbers!