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Beamtenbesoldung Lehrer muss irrtümlichen Besoldungszuschlag zurückzahlen

[24.09.2014]Ein im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz stehender Lehrer muss 15.460 € an das Land zurückzahlen. Er hatte aufgrund eines Computerfehlers für längere Zeit einen Zuschlag erhalten, der ihm nicht zustand. Der Pädagoge könne sich nicht auf den Vertrauensschutz berufen, entschied das Verwaltungsgericht Koblenz.

Irrtümlicher Zuschlag zum Beginn der Altersteilzeit

Der Kläger ist beamteter Realschullehrer im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz. Seit dem 1.08.2011 befindet er sich in der Arbeitsphase der Altersteilzeit. Da er bereits zuvor nur begrenzt dienstfähig war, erhielt er die für diesen Fall vorgesehene Besoldung nach § 72a BBesG (ab 1.Juli 2013 nach § 9 Abs. 3 LBesG RLP) und bis Juli 2011 einen monatlichen Zuschlag.

Bei Beginn der Arbeitsphase wurde sein durch die Altersteilzeit verringertes Gehalt neu berechnet. Dabei kam es bei der zuständigen Stelle zu einem Computereingabefehler. Aufgrund dessen wurde ihm ab August 2011 fehlerhaft ein monatlicher Besoldungszuschlag für die Teildienstfähigkeit gezahlt, zuletzt in Höhe von 974,00 € brutto. Die Zahlung wurde für 16 Monate fortgesetzt.

Nachdem der Fehler aufgefallen war, verlangte das Land den zu Unrecht gezahlten Betrag in Höhe von insgesamt zirka 15.460,00 € zurück. Mit seiner dagegen erhobenen Klage machte der Kläger geltend, ein Rückforderungsanspruch bestehe nicht. Er habe in schutzwürdiger Weise darauf vertraut, dass der Zuschlag ihm zustehe.

Überzahlung hätte dem Lehrer auffallen müssen

Die Klage blieb ohne Erfolg. Der Kläger könne sich nicht auf Vertrauensschutz berufen, so die Koblenzer Richter. Der Mangel des rechtlichen Grundes für die Überzahlung sei offensichtlich gewesen. Aufgrund eines ihm übersandten Informationsschreibens hätte er erkennen müssen, dass ihm der Zuschlag ab Eintritt in die Altersteilzeit nicht mehr zugestanden habe.

Schon bei einem einfachen Vergleich seiner Bezügemitteilungen mit dem Inhalt des Informationsschreibens hätte ihm deutlich werden müssen, dass hier etwas nicht stimmte. Selbst ein teilweises Absehen von der Rückforderung zu Gunsten des Klägers sei im konkreten Fall nicht geboten. Unter den gegebenen Umständen sei der Verursachungsbeitrag des Beklagten, der allein auf einem Eingabefehler beruht habe, als gering einzustufen.

Quelle:

VG Koblenz, Urteil vom 05.09.2014,
Aktenzeichen 5 K 416/14.KO
VG Koblenz, Pressemitteilung Nr. 26/2014 vom 19.09.2014

Lesetipp der Online-Redaktion:

»Einkommenspolitik im öffentlichen Dienst« von Karsten Schneider in »Der Personalrat« 9/2014, Ausgabe 9, S. 37–41.

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