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Dienstunfall Sturz von der Schiffstreppe bei Lehrerausflug

[29.07.2015]Fällt ein Lehrer bei einem Dienstausflug mit den Kollegen von einer Schiffstreppe, ist der Sturz als Dienstunfall zu werten - so das ArbG Düsseldorf. Da er zuvor einen Schwächeanfall erlitten hatte, musste das Gericht entscheiden, ob dennoch ein Unfall durch »äußere Einwirkung« vorlag.

Folgenden Sachverhalt musste das Verwaltungsgericht beurteilen: Ein während eines von seiner Schule organisierten Dienstausfluges auf einem Hotelschiff untergebrachter Lehrer suchte das Deck auf, nachdem ihm schlecht geworden war.

Beim Versuch, wieder zu seiner Kabine zu gelangen, erlitt er offensichtlich einen Schwächeanfall, wobei er die steile Treppe herunterstürzte und sich zwei Halswirbel brach. Seitdem ist der Lehrer querschnittsgelähmt.

Das Land Nordrhein-Westfalen als Dienstherr lehnte die Anerkennung eines Dienstunfalls mit der Begründung ab, dass auch ein mehrtägiger Lehrerausflug keinen ununterbrochenen Dienstunfallschutz herbeiführe. Auch fehle ein enger dienstlicher Zusammenhang mit den dienstlichen Aufgaben.

Äußere oder innere Einwirkung?

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat bezüglich des Unfalls klargestellt, dass für die Annahme einer äußeren Einwirkung nicht zwingend eine physikalische Einwirkung auf den Betroffenen erforderlich ist.

Maßgeblich sei, dass »eine in körperlicher oder seelischer Hinsicht besondere Veranlagung des Betroffenen oder ein vorsätzliches Verhalten des Betroffenen« als wesentliche Ursache des Unfalls ausgeschlossen werden könne.

Entscheidend war für das Verwaltungsgericht unter anderem die zeitliche Abfolge des Geschehens. Denn ursächlich für die Unfallfolgen – die Querschnittslähmung – ist laut Gericht der Sturz, und zwar unabhängig von einem vermutlich kurz zuvor aufgetretenen Schwächeanfall. Und dieser Sturz sei zweifellos als äußere Einwirkung einzuordnen.

Dienstliche Veranstaltung oder Privatvergnügen?

Das zweite Problemfeld des Falles lag in der Frage, ob sich der Sturz bei einer dienstlichen Veranstaltung ereignet hatte und somit als Dienstunfall einzustufen ist. Dies bejahte das Gericht und legte dafür folgenden Maßstab an:

»Bei der Beurteilung, welche Verrichtungen typischerweise zu den Dienstaufgaben des Beamten gehören, ist […] auf die in diesem Rahmen dem Beamten in seinem Amt übertragenen Obliegenheiten und das sich daraus ergebende Berufsbild abzustellen.«

Das heißt im konkreten Fall, dass auch ein zweitägiger Ausflug mit einem bestimmten Maß an Freizeit zum Berufsbild des Lehrers gehört und als dienstliche Veranstaltung gewertet werden muss. Dementsprechend war der Sturz als Dienstunfall einzuordnen.

Quelle:
VG Düsseldorf, Urteil vom 18.05.2015
Aktenzeichen: 23 K 308/15
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