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Befristung Keine Übernahme nach 16 Zeitverträgen

[17.08.2015]Vor Gericht verrechnet hat sich ein Diplom-Mathematiker. Er hatte auf Feststellung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses mit der Universität Gießen geklagt, nachdem sein 16. befristeter Vertrag in elf Jahren nicht verlängert worden war. Leider vergeblich, denn das Hessische LAG sah die Drittmittel-Befristung als zulässig an.

Der Diplom-Mathematiker hatte über einen Zeitraum von elf Jahren immer wieder befristete Verträge an der Universität Gießen erhalten. Träger der Uni ist das Land Hessen. Seine letzte Stelle – um die sich das Verfahren dreht – war ein zeitlich begrenztes Projekt und mit Mitteln des Landes finanziert.

Der Mathematiker hatte sich vor dem Arbeitsgericht Gießen (Urteil vom 01.08.2014, Aktenzeichen: 10 Ca 14/14) gegen die Wirksamkeit dieser Befristung gewehrt und zunächst Recht bekommen. Das Arbeitsgericht hatte die Ansicht vertreten, das Land Hessen könne nicht »Dritter« im Sinne der gesetzlichen Regelung über die befristete Beschäftigung von wissenschaftlichem Personal sein, heißt es in einer Mitteilung des LAG.

Dürfen Drittmittel vom Land kommen?

Diese Auffassung teilten die Frankfurter Richter nicht. Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hat das LAG entschieden, dass eine Stelle für wissenschaftliches Personal für eine bestimmte Aufgabe befristet besetzt werden dürfe, wenn diese Stelle aus Drittmitteln finanziert werde, die nicht dauerhaft zur Verfügung stehen. Das gelte auch, wenn der Träger der Universität – hier das Land selbst – die Mittel bereitstelle.

Das ergebe sich sowohl aus § 2 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft (WissZeitVG) als auch aus der Begründung dieser Regelung im Gesetzgebungsverfahren (Bundestagsdrucksache 16/3438, Seite 13 f.) In der Gesetzesbegründung heißt es unter anderem: »Eine Drittmittelfinanzierung liegt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts vor, wenn ein Projekt nicht aus den der Hochschule oder Forschungseinrichtung zur Verfügung stehenden regulären Haushaltsmitteln, sondern anderweitig finanziert wird.« (Anm. d. Red.)

Befristung rechtsmissbräuchlich?

Auch die Möglichkeit der Unwirksamkeit des befristeten Vertrages wegen eines Missbrauchs der Befristungsmöglichkeit hat das LAG nicht außer Acht gelassen – und ebenfalls verneint: die Befristung sei unter besonderer Berücksichtigung der in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Grundgesetz (GG) geschützten Freiheit von Forschung und Lehre kein Rechtsmissbrauch.
Die Revision zum Bundesarbeitsgericht hat das LAG nicht zugelassen.

Quelle:
Hessisches LAG, Urteil vom 05.08.2015
Aktenzeichen: 2 Sa 1210/14
Pressemitteilung Nr. 05/2015 des Hess. LAG vom 06.08.2015

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