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Befristung Weiterbildung nur nach Plan

[15.09.2015]Der Arbeitsvertrag mit einem Arzt kann zu Weiterbildungszwecken nur dann wirksam befristet werden, wenn der Arbeitgeber eine Weiterbildungsplanung erstellt. Diese muss zeitlich und inhaltlich auf die angestrebte Qualifikation zugeschnitten sein, entschied das LAG Baden-Württemberg.

Die Klägerin ist approbierte Ärztin. Im April 2007 erwarb sie die Gebietsbezeichnung »Fachärztin für innere Medizin«. Im weiteren Verlauf setzte sie ihre Weiterbildung fort, um die Anerkennung für den fachlichen Schwerpunkt »Gastroenterologie« zu erwerben.

Zu diesem Zweck schloss sie mit dem beklagten Krankenhausträger einen befristeten Arbeitsvertrag für die Zeit vom 01.07.2012 bis 30.06.2014. Was die Klägerin mit dem Chefarzt im Einzelnen über die Durchführung ihrer Weiterbildung verabredet hat, ist zwischen den Parteien streitig.

Unstimmigkeiten über Ablauf der Weiterbildung

Im Verlauf des Arbeitsverhältnisses kam es zwischen der Klägerin und dem verantwortlichen Chefarzt zu Unstimmigkeiten. Die Klägerin hielt dem Chefarzt vor, er mache es ihr durch die Dienstplangestaltung unmöglich, die erforderlichen Weiterbildungsinhalte zu erwerben.

Der Chefarzt hielt der Klägerin vor, sie setze die falschen Schwerpunkte und kümmere sich nicht selbst um ihre Weiterbildung. Die Klägerin teilte dem Krankenhausträger mit, sie wolle das Arbeitsverhältnis über den 30.06.2015 hinaus verlängern,

Der Krankenhausträger weigerte sich in Folge, dem Wunsch der Klägerin zu entsprechen. Mit ihrer Klage begehrte die Klägerin die Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis aufgrund der Befristung nicht geendet hat.

Hintergrund: Befristung von Ärzteverträgen zur Weiterbildung

Grundsätzlich gilt für Befristungen das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Danach setzt die Befristung des Arbeitsvertrags generell einen sachlichen Grund voraus. Eine besondere Regelung für Ärzte trifft das »Gesetz über befristete Arbeitsverträge mit Ärzten in der Weiterbildung« (ÄArbVtrG).

Nach § 1 Abs. 1 ÄArbVtrG kann der Arbeitsvertrag eines Mediziners zulässig befristet werden, wenn die »Beschäftigung des Arztes seiner zeitlich und inhaltlich strukturierten Weiterbildung« dient. Das gilt z. B. für den Erwerb eines Facharzttitels oder den Nachweis eines fachlichen Schwerpunkts.

LAG: Arbeitgeber muss Weiterbildung konkret planen

Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen. Auf die Berufung der Klägerin hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg der Klage stattgegeben. Das LAG ist der Auffassung, der Arbeitgeber müsse eine Weiterbildungsplanung erstellen, wenn er mit einem Arzt zu Qualifikationszwecken einen befristeten Arbeitsvertrag schließt.

Die Planung müsse zeitlich und inhaltlich auf die konkrete Weiterbildung zugeschnitten sein. Nur unter dieser Voraussetzung diene die Beschäftigung des Arztes seiner zeitlich und inhaltlich strukturierten Weiterbildung.

Die Weiterbildungsplanung müsse zwar nicht Inhalt der (schriftlichen) Befristungsabrede sein; sie müsse aber objektiv vorliegen und im Prozess dargelegt werden.

Da die beklagte Arbeitgeberin im Prozess keine derartige Weiterbildungsplanung darlegen konnte, war die Befristung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtswirksam.

Revision wurde zugelassen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das LAG hat zudem die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen, weil die entscheidungserhebliche Rechtsfrage grundsätzliche Bedeutung hat.

Quelle:
LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 11.09.2015
Aktenzeichen 1 Sa 5/15
LAG Baden-Württemberg, Pressemitteilung vom 11.09.2015
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