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Dienstzeit Botschafts-Bodyguards ohne Freizeitausgleich

[08.09.2015]Beamte der Bundespolizei haben für ihren Dienst im Ausland keinen Anspruch auf zusätzlichen Freizeitausgleich oder höhere Besoldung. Dies entschied das OVG Münster auf die Klagen von sieben Beamten, die als Personenschützer in die deutschen Botschaften in Bagdad und Kabul abgeordnet waren.

Kläger wollen mehr Ausgleich für riskanten Job

Die Kläger waren als Personenschützer an den Botschaften in Bagdad und Kabul eingesetzt. Für die dort in den Jahren 2010 bis 2012 absolvierten Einsätze wollen sie einen höheren Freizeitausgleich durchsetzen, als ihnen bisher vom Dienstherrn zuerkannt wurde.

Weiterhin fordern die Beamten, dass für die fragliche Zeit ihre Abordnung an das Auswärtige Amt fortgesetzt wird und sie die vorgeschriebene Auslandsdienstbesoldung erhalten.

Die Kläger begründen ihre Forderung damit, die vom Dienstherrn als Freizeit eingestuften Zeiten seien in vollem Umfang als auszugleichender Bereitschaftsdienst anzuerkennen, da jederzeit mit Anschlägen zu rechnen gewesen sei.

Hintergrund: Einsparungen beim Freizeitausgleich

Zum Schutz der Botschafter in Bagdad und Kabul werden Bundespolizeibeamte für die Dauer von in der Regel drei Monaten an das Auswärtige Amt abgeordnet und von dort an den betreffenden Botschaften eingesetzt.

Dabei gingen die Arbeitszeiten der Personenschützer wegen der Sicherheitslage deutlich über ihre regulären Dienstzeiten hinaus. Aus Ausgleich erhielten die Beamten im Anschluss an den jeweiligen Einsatz eine mehrwöchige Dienstbefreiung, die sie im Inland verbrachten. Während dieser Zeit waren sie weiterhin zum Auswärtigen Amt abgeordnet und erhielten Auslandsdienstbezüge.

Diese Praxis wurde im Sommer 2010 eingestellt, nachdem Mehrarbeitsstunden in größerem Umfang als erwartet angefallen waren. Im Kern wurde die dargestellte Praxis im Sommer 2012 wieder aufgenommen, allerdings werden nur noch 81 Mehrarbeitsstunden pro Beamten berücksichtigt.

Gericht sieht keine Einsatzbereitschaft

Das Verwaltungsgericht Köln (VG Köln, Urteil vom 16. Januar 2014 – 15 K 6/13 –) hat die Klagen überwiegend abgewiesen. Zur Begründung hat es u. a. darauf abgestellt, dass während der an den Botschaften verbrachten Zeit außerhalb des regulären Dienstes oder angeordneter Bereitschaftszeiten keine ständige Einsatzbereitschaft erforderlich gewesen sei.

Die Klagen hatten nur insoweit Erfolg, als das Verwaltungsgericht den Bereitschaftsdienst zum Teil als Einsatzbereitschaft anerkannt hat, soweit in den Stundennachweisen der Kläger »Bereitschaft 50%« eingetragen war.

Keine Auslandsdienstbezüge für Freizeit im Inland

Der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts (OVG) bestätigte diese Entscheidung in allen sieben Verfahren. Der Senat betont, dass die Kläger für einen Freizeitausgleich im Inland keine Auslandsdienstbezüge beanspruchen könnten. Auslandsdienstbezüge könnten nach § 52 BBesG nur gewährt werden, wenn und solange der Beamte auch einen tatsächlichen Wohnsitz im Ausland habe.

Ein Beamter, der nach Rückkehr von seiner dreimonatigen Abordnung seinen währenddessen »erwirtschafteten« Freizeitausgleich im Inland nimmt, hat aber keinen Wohnsitz an seinem ausländischen Einsatzort mehr, auch wenn die Abordnung an das Auswärtige Amt und an die Botschaft formal noch andauert, so das OVG.

Kleiner Trost: Bereitschaftsdienst zum Teil anerkannt

Der Senat hat ebenfalls die Auffassung des VG Köln bestätigt, dass die in den Stundennachweisen verzeichnete »Bereitschaft 50%« als Bereitschaftsdienst im Rechtssinne anzusehen und hierfür ein Freizeitausgleich im Verhältnis 1 : 1 zu gewähren sei.

Hinweis:

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Senat hat die Revision an das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) zugelassen, soweit die Berufung der Beklagten zurückgewiesen wurde.

Quelle:
OVG NRW, Urteil vom 24. August 2015 –
Aktenzeichen 1 A 421/14
Pressemitteilung vom 7.09.2015
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