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Gesundheitsschutz Love-Parade-Trauma

[05.10.2015]Ein Feuerwehrmann, der beim Love-Parade-Unglück 2010 im Einsatz war, hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen psychischer Beschwerden. So das Arbeitsgericht Düsseldorf. Denn die Schadenersatzpflicht erstrecke sich nur auf Teilnehmer der Veranstaltung, nicht auf Polizisten und Feuerwehrleute.

Die Loveparade war eine von 1999 bis 2010 in verschiedenen deutschen Städten abgehaltene Großveranstaltung im Bereich Technomusik.

Die 19. und letzte Loveparade fand am 24.7.2010 in Duisburg statt. An diesem Tag ereignete sich ein schweres Unglück: Aufgrund von Planungsfehlern und fehlgeleiteten Besucherströmen kam es im Zugangsbereich der Veranstaltung zu einem Gedränge und einer Massenpanik unter den Besuchern. In deren Folge starben 21 Besucher und über 500 weitere wurden verletzt. Die zivil- und strafrechtliche Aufarbeitung des Unglücks dauert an.

Feuerwehrmann macht Belastungsstörung geltend

Der Kläger war bei der Veranstaltung dienstlich eingesetzt. Er macht geltend, infolge seiner Erlebnisse bei der Loveparade an einer posttraumatischen Belastungsstörung erkrankt zu sein. In einer Zivilklage hatte er von der Veranstalterin L. GmbH, deren Geschäftsführer Rainer S. und dem Land Nordrhein-Westfalen zuletzt rund 90.000 Euro verlangt.

Die 8. Kammer des Landgerichts Duisburg wies seine Klage ab und bestätigte seine schon in der mündlichen Verhandlung vom 1.9.2015 mitgeteilte Auffassung. Dabei ist das Gericht der Frage, wie es zu den dramatischen Ereignissen am 24.7.2010 kommen konnte, nicht nachgegangen. Denn selbst wenn die Beklagten hierfür die Verantwortung tragen müssten, hätte der Kläger nach Auffassung des Gerichts keinen Anspruch.

Schmerzensgeld nur für unmittelbar Betroffene

Schmerzensgeld, also Ausgleich für immaterielle Schäden gemäß § 253 BGB, kann nur der unmittelbar Verletzte fordern. Grund hierfür sei, dass nur der unmittelbar Verletzte Ansprüche habe, nicht aber derjenige, der die Verletzung oder den Tod Anderer "lediglich miterlebe". Die von der Rechtsprechung hiervon anerkannten Ausnahmen träfen auf den Kläger nicht zu. Insbesondere habe er nicht die Verletzung oder den Tod naher Angehöriger erleben müssen.

Die Kammer hat deshalb offen gelassen, ob der Kläger – wie von ihm behauptet – an einer posttraumatischen Belastungsstörung infolge seiner Erlebnisse bei der Loveparade erkrankt ist. Eine solche Belastungsstörung würde nicht unmittelbar auf einer Handlung oder einem Unterlassen der Beklagten, sondern auf einer psychisch vermittelten Schädigung im Rahmen eines Rettungseinsatzes beruhen.

Ersatzpflicht erstreckt sich nicht auf beteiligte Polzisten und Feuerwehrleute

Die Ersatzpflicht eines Schädigers gehe nicht so weit, dass eine nur durch den Anblick des Leides Anderer ausgelöste psychische Erkrankung des Retters zu entschädigen sei. Polizisten oder Feuerwehrleute seien aufgrund ihrer Berufswahl vermehrt seelisch belastenden Situationen ausgesetzt. Entstehe hieraus eine psychische Erkrankung, sei dies dem Berufsrisko zuzuordnen.

Hierfür müsse gegebenenfalls der Dienstherr nach versorgungsrechtlichen Grundsätzen einstehen, nicht aber der Verursacher einer solchen belastenden Situation. Gegen das Urteil kann der Kläger binnen eines Monats Berufung zum Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.

Quelle:

LG Duisburg, Urteil vom 28.09.2015
Aktenzeichen: 8 O 361/14
PM des LG Duisburg vom 28.09.2015

Hinweis:

Aktuelle Informationen zum Loveparade-Strafverfahren, den Loveparade-Zivilverfahren und weitere Hintergrundinformationen, wie Erläuterungen zum Ablauf und den Begrifflichkeiten des Verfahrens, finden Sie auf der Internetseite des Landgerichts Duisburg unter
www.lg-duisburg.nrw.de/behoerde/loveparade.

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