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Jugend- und Auszubildendenvertretungen holen drei von fünf Auszeichnungen Deutscher Personalräte-Preis 2016 für JAV der Uniklinik Düsseldorf

[16.11.2016](Berlin/Frankfurt). - Der „Deutsche Personalräte-Preis 2016“ in Gold geht an die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Uniklinik Düsseldorf. Auszubildende in der Pflege am Universitätsklinikum hatten bislang kaum Einfluss auf ihre Urlaubsplanung. Die JAV startete eine pfiffige Kampagne und setzte sich erfolgreich für die Belange der Azubis ein. Das Gremium erreichte schließlich eine Regelung, die es Pflegeauszubildenden als bundesweit erste ermöglicht, ihren Urlaub individuell zu planen.

Zum Projekt der JAV der Uniklinik Düsseldorf.

Der "Deutsche Personalräte-Preis" ist eine Initiative der Fachzeitschrift "Der Personalrat" und zeichnet vorbildliche Personalratsarbeit in Deutschland aus. Er wird bereits zum sechsten Mal gemeinsam vom Bund-Verlag, Frankfurt, und der HUK-COBURG verliehen. Preiswürdig sind Initiativen und Projekte von Personalräten und Jugendauszubildenden-vertretungen, die Arbeitsbedingungen, das Arbeitsumfeld oder soziale Regelungen für die Beschäftigten verbessern. In diesem Jahr bewarben sich 31 Gremien für insgesamt fünf Auszeichnungen.

Die Personalräte der Gemeinsamen Arbeitsgruppe der Personalvertretungen der Unikliniken Baden-Württemberg erhielten den Deutschen Personalräte-Preis in Silber. Sie befassten sich intensiv mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Pilotprojekts initiierten sie dazu eine umfassende Erhebung und entwickelten konkrete Maßnahmen.

Mit Bronze zeichnete die Jury den Personalrat des Badischen Staatstheaters Karlsruhe aus. Durch seine Initiative wird seit Ende 2014 erstmals die tatsächliche Arbeitszeit auch für künstlerische Mitarbeiter erfasst und so die Einhaltung gesetzlicher Regelungen verbessert.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des von DGB und Hans-Böckler-Stiftung veranstalteten Schöneberger Forums, der jährlichen Berliner Fachtagung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, nahm die Ehrung der Preisträger vor. Der renommierte Staatsrechtler Prof. Dr. Ulrich Battis ehrte als Vertreter der Jury das „beispielhafte Projekt“ der Goldpreisträger mit einer Laudatio vor rund 200 Gästen.

Die in diesem Jahr stark beteiligten Jugend- und Auszubildendenvertretungen holten zudem beide Sonderauszeichnungen: Für eine Dienstvereinbarung zur Übernahme von Azubis erhielt die Gesamt-JAV der Landeshauptstadt Dresden den Sonderpreis der HUK-COBURG. Die Gesamt-JAV der Landeshauptstadt München wurde für die Kampagne „Reiter – Übernehmen Sie“ mit dem Sonderpreis der DGB-Jugend 2016 ausgezeichnet. Mit einem „Berichtsheft“ für den Oberbürgermeister und zahlreichen Aktionen schoben die Jugendvertreter weitreichende Verbesserungen bei Übernahme und Kostenerstattung für die Azubis an.

Der "Deutsche Personalräte-Preis" wird auch in 2017 ausgelobt. Weitere ausführliche Infor-mationen zur Jury, zu den Preisträgern und Nominierten sowie zu allen eingereichten Projekten unter www.deutscherpersonalraete-preis.de.

 
 

Eine Initiative der Zeitschrift

AIB

Aus der Jury

Michael Kröll »Für mich ist der Deutsche Personalräte-Preis bedeutsam, weil Personalräte die Möglichkeit haben, ihre vielen, unterschiedlichen Projekte vorzustellen und damit wiederum Ansporn für andere Personalräte sind.«

Michael Kröll, Verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift »Der Personalrat«