Gold: Fair statt Prekär

Personalrat Schulen Bremen

Gold für den Personalrat Schulen Bremen. Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe überreichte den Preis an Hajo Kuckero und Andrea Köster.
Gold für den Personalrat Schulen Bremen. Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe überreichte den Preis an Hajo Kuckero und Andrea Köster.

»Gleiche Arbeit – gleiches Geld«. Mit dieser Forderung ging der Personalrat der Schulen Bremen in die Verhandlungen über zwei Dienstvereinbarungen für pädagogische Mitarbeiter. Das Prozedere bis zum Abschluss war langwierig, aber der Erfolg kann sich sehen lassen.

Gerade im öffentlichen Dienst haben sich in den letzten Jahren die Beschäftigungsbedingungen massiv verschlechtert. Pädagogische Mitarbeiter, Vertretungslehrkräfte sowie Küchenpersonal in Ganztagsschulen gehören zwar längst zum Schulalltag, doch sie arbeiten oftmals in unzumutbaren Arbeitsverhältnissen. Ihre Beschäftigung ist befristet und sie werden zudem untertariflich bezahlt.

Die Arbeitsbedingungen dieser prekär Beschäftigten in den Bremer Schulen zu verbessern, war die Intention des Personalrats der Bremer Schulen. Primäres Ziel: Für gleiche Arbeit gleiches Entgelt erreichen. Das Projekt wurde maßgebend von der GEW-Fraktion des Personalrats Schulen Bremen, dem Arbeitskreis Pädagogische MitarbeiterInnen an Schulen und der GEW Bremen getragen.

In langen und schwierigen Verhandlungen mit dem Ministerium konnten schließlich zwei Dienstvereinbarungen durchgesetzt werden: Die Dienstvereinbarung über Grundsätze zu Beschäftigungsbedingungen im Bereich Bremer Schulen vom 24. Februar 2011 sowie die Dienstvereinbarung über die Einrichtung eines Vertretungspools für Lehrkräfte bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft vom 15. Februar 2011.
Für pädagogische Fachkräfte und Betreuungskräfte ergaben sich damit folgende Verbesserungen: Vergütung nach dem Prinzip »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit«, tarifliche Bezahlung entsprechend TV-L bzw. TVöD, unbefristete Arbeitsverträge, vorrangige Aufstockung von geringfügig Beschäftigten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Für Vertretungslehrkräfte wurde die Einstellung direkt im öffentlichen Dienst mit mindestens einer halben Stelle erreicht, außerdem die Befristung für zwei, maximal drei Jahre und eine sich anschließende Entfristung.»Gleiche Arbeit – gleiches Geld«. Mit dieser Forderung ging der Personalrat der Schulen Bremen in die Verhandlungen über zwei Dienstvereinbarungen für pädagogische Mitarbeiter. Das Prozedere bis zum Abschluss war langwierig, aber der Erfolg kann sich sehen lassen.

 

Eine Initiative der Zeitschrift

AIB

Aus der Jury

Elke Hannack »Die betriebliche Mitbestimmung gehört wesentlich zu unserer Arbeitsgesellschaft. Gerade in schwierigen Zeiten sind Personalräte nicht wegzudenken. Ihre Arbeit ist für Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten unverzichtbar.«

Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des DGB, verantwortlich für die Bereiche Bildung und Forschung, Jugend, Frauen und den öffentlichen Dienst