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Wegeunfall Versichert ist, wer in die richtige Richtung fällt

[30.01.2013]Fällt ein Arbeitnehmer bei einem Sturz aus seinem Haus vor die Haustür, ist dies als gesetzlich versicherter Wegeunfall zu werten – so das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg. Die Richter erläuterten auch, warum es irrelevant ist, ob man über die Türschwelle geht oder fällt.

Der Fall:

Ein Arbeitnehmer wollte zu seinem Betrieb und war mit dem Fuß zwischen Türschwelle und Haustür hängengeblieben. Er fiel nach vorne aus dem Haus hinaus. Beim Sturz zog er sich erhebliche Verletzungen im Bereich des Kniegelenkes zu.

Die zuständige Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall in Gestalt eines Wegeunfalls mit der Begründung ab, dass der Versicherte nicht aus seinem Haus geschritten, sondern gefallen sei.

Rechtlicher Hintergrund:


Für einen Arbeitsunfall muss die Verletzung der versicherten Tätigkeit zuzurechnen sein. Der Arbeitsweg ist dabei mit umfasst. Sogenannte Wegeunfälle sind daher grundsätzlich versichert.

Zu klären ist aber stets, ob sich der Versicherte bereits auf dem Weg zur Arbeit befand. Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) beginnt dieser mit dem Durchschreiten der Haustür.

Die Entscheidung:

Das LSG Berlin-Brandenburg gab dem Versicherten recht. Es sei unerheblich, dass er die Haustür nicht aufrechten Ganges passiert habe.

Die von der Berufsgenossenschaft vorgeschlagene Differenzierung führe zu unnötigen Zufälligkeiten.

Entscheidend ist, wo und wann der Gesundheitsschaden eintritt. Wo und wann die Ursache für den Sturz bzw. die Verletzung gesetzt wurde, ist unerheblich.

Das Knie des nach vorne stürzenden Arbeitnehmers muss sich bereits jenseits der Türschwelle befunden haben, da nur so der die Knieverletzung auslösende Mechanismus zu erklären ist.

Die Revision wurde nicht zugelassen.

Quelle:


LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 20.09.2012
Aktenzeichen: L 2 U 3/12

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