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Arbeitsunfall Teilnehmer eines Drachenbootsrennens sind versichert

[12.03.2013]Arbeitnehmer, die als Firmenmannschaft an einem Drachenbootsrennen teilnehmen, sind auf dem Weg zum Training unfallversichert, wenn das Unternehmen diese Sportveranstaltung als Sponsor maßgeblich als Werbeplattform in eigener Sache nutzt.

Der Fall:
Die Klägerin war Auszubildende bei einem Druckmaschinenhersteller. Dieser war einer der Sponsoren eines lokalen Drachenbootsrennens. An dem Rennen nahmen auch Teams aus verschiedenen Abteilungen des Arbeitgebers teil, darunter die Ausbildungswerkstatt. Die Mannschaften waren aus dem Kreis freiwilliger Teilnehmer durch die Ausbilder ausgewählt worden.

Am Unfalltag wurde die Klägerin auf dem Weg zu dem Training zum Bootsrennen von einem Auto angefahren und erlitt eine Fraktur eines Lendenwirbels. Der Arbeitgeber zeigte dem beklagten Unfallversicherungsträger einen Arbeitsunfall an. Dieser lehnte die Anerkennung ab, da die Teilnahme an der Veranstaltung absolut freiwillig gewesen sei.

Die Entscheidung:
Die Klägerin ist zum Unfallzeitpunkt als Versicherte tätig gewesen, entschied das LSG Baden-Württemberg.

Zwar war das Training nicht von dem eigentlichen Inhalt des Ausbildungsvertrages umfasst. Dennoch ist die Auszubildende mit ihrer Teilnahme am Training von sich aus unternehmensbezogen tätig gewesen. Denn auch sportliche Aktivitäten eines unfallversicherten "Beschäftigten" können im Einzelfall insbesondere dann unter Unfallversicherungsschutz stehen, wenn das Unternehmen die Sportveranstaltung durch konkrete Maßnahmen als Werbeplattform nutzt und durch die sportliche Vorstellung die Öffentlichkeit auf ihr Unternehmen aufmerksam machen will.

So liegt es hier. Die Teilnahme an dem Rennen diente Werbezwecken und der Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen sowie der Förderung der betrieblichen Verbundenheit. Im Rahmen der Veranstaltung des Vorjahres wurden deswegen im Bereich des Zieleinlaufs vom Arbitgeber große Schecks für Zwecke sichtbar und werbewirksam übergeben. Daher war die Teilnahme der Beschäftigten, insbesondere der Gruppe des Nachwuchses, auch im Folgejahr von der Firma zwar nicht angeordnet, aber ausdrücklich gewünscht und gefördert worden.

Für den Senat war dabei von entscheidender Bedeutung, dass für die Teilnahme an der lokal wichtigen Veranstaltung im Intranet der Firma geworben und diese auch betrieblich unterstützt wurde. Die Firma war nicht nur einer der Hauptsponsoren dieser Veranstaltung, sondern nahm ausdrücklich als Unternehmen teil, das in der Kategorie "Firmenmannschaft" gegen andere Firmen antrat, also nicht z.B. als Fungruppe, was bei einer rein sportlichen Teilnahme zu erwarten gewesen wäre. Die einzelnen Teilnehmer wurden deswegen auch nicht namentlich, sondern das jeweilige Boot wurde unter der Firma und mit dem Teamkapitän vom Arbeitgeber persönlich angemeldet.

Quelle:
LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 11.01.2012,
Aktenzeichen: L 6 U 2764/11

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