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Alterssicherung Beamte dürfen bei der Kindererziehungszeit nicht benachteiligt werden

[15.04.2013]Eltern von vor 1992 geborenen Kindern können sich bei der Deutschen Rentenversicherung auch dann eine zwölfmonatige Kindererziehungszeit vormerken lassen, wenn sie ihre Kinder nach Begründung eines Beamtenverhältnisses erzogen haben. So das Sozialgericht Dortmund.

Der Fall:

Eine Lehrerin aus Meschede hatte ihren im Jahre 1988 geborenen Sohn überwiegend betreut. Im selben Jahr war sie verbeamtet worden.

Die Lehrerin hatte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund auf Vormerkung einer weiteren Kindererziehungszeit verklagt, weil das Beamtenrecht lediglich einen sechsmonatigen ruhegehaltsfähigen Erziehungsurlaub vorsieht.

Nur mit der zwölfmonatigen Kindererziehungszeit erfülle sie die fünfjährige Wartezeit für eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Entscheidung:

Das Sozialgericht Dortmund hat der Klage stattgegeben.

Die DRV Bund müsse bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Sohnes der Klägerin und damit auch nach ihrer Verbeamtung eine Kindererziehungszeit im Versicherungsverlauf vormerken.

Ab Begründung des Beamtenverhältnisses habe die Klägerin keine gleichwertige Versorgungsanwartschaft auf Grund der Kindererziehung erworben.

Kindererziehung muss gleichwertig berücksichtigt werden

Denn bei der Erziehung eines vor dem 01.01.1992 geborenen Kindes nach Begründung des Beamtenverhältnisses sehe das Beamtenrecht lediglich den sechsmonatigen Erziehungsurlaub vor.

Dieser stelle aber gegenüber der zwölfmonatigen, additiv zu sonstigen Beitragszeiten anrechenbaren Kindererziehungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung keine auch nur annähernd gleichwertige Berücksichtigung der Kindererziehung dar.

Quelle:

SG Dortmund, Urteil vom 22.03.2013
Aktenzeichen: S 34 R 1594/10
PM des SG Dortmund vom 05.04.2013

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