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Entschädigung Kein Geld für die Teilnahme an Gerichtsterminen

[03.05.2013]Nimmt ein arbeitsloser Sozialleistungsempfänger in eigener Sache als Kläger an einer mündlichen Verhandlung teil, steht ihm hierfür regelmäßig kein Anspruch auf Entschädigung für Zeitverlust zu. Das geht aus einer Entscheidung des Sozialgerichts Karlsruhe hervor.

Der Fall:

Ein Bezieher von Altersrente verlangte für die Teilnahme als Kläger an einer mündlichen Verhandlung des Sozialgerichts (SG) Karlsruhe eine Entschädigung für den Verlust von Freizeit. Sein persönliches Erscheinen war richterlich angeordnet worden.

Die Entscheidung:

Die Richter einer anderen Kammer desselben Gerichts versagten ihm die begehrte Entschädigung.

Denn ein Prozessbeteiligter erleidet wegen seines besonderen Interesses am Verfahrensausgang durch seine Heranziehung zu einer mündlichen Verhandlung grundsätzlich keinen zu entschädigenden "Nachteil" im Sinne von § 20 JVEG (Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz).

§ 20 JVEG lautet: "Die Entschädigung für Zeitversäumnis beträgt 3 Euro je Stunde, soweit weder für einen Verdienstausfall noch für Nachteile bei der Haushaltsführung eine Entschädigung zu gewähren ist, es sei denn, dem Zeugen ist durch seine Heranziehung ersichtlich kein Nachteil entstanden."

Nicht mit Zeugen vergleichbar

Durch seine Verfahrensstellung und sein eigenes Interesse am Verfahrensausgang unterscheidet sich ein Kläger deutlich von einem Zeugen.

Ein Prozessbeteiligter muss aufgrund seines Interesses am Verfahrensausgang bereit sein, mehr an Nachteilen hinzunehmen als einem Zeugen zugemutet werden kann.

Quelle:

SG Karlsruhe, Beschluss vom 22.04.2013
Aktenzeichen: S 1 KO 1420/13 bis S 1 KO 1429/13
PM des SG Karlsruhe vom 22.04.2013

© bund-verlag.de - (jes)

Buchtipp:

» Sozialrecht: Kompaktkommentar für die Arbeitnehmerberatung – SGB I bis SGB XII und SGG« von Natalie Brall, Judith Kerschbaumer, Ulrich Scheer und Bernd Westermann, Bund-Verlag 2013, 2109 Seiten, gebunden, ISBN: 978-3-7663-6166-0