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Hilfsmittel Krankenkasse muss für die Mobilität behinderter Kinder sorgen

[07.05.2013]Die Krankenkassen müssen unter Umständen elektrische Schiebe- und Bremshilfen für Kinderrollstühle bezahlen. Aus dem Urteil des Sozialgerichts Frankfurt am Main geht auch hervor, welche Voraussetzungen für eine Kostenübernahme erfüllt sein müssen.

Der Fall:

Ein sechsjähriges Mädchen leidet an einer tiefgreifenden Störung der physischen und geistigen Entwicklung. Aufgrund dieser Erkrankung kann sie ohne fremde Hilfe weder gehen, noch stehen, noch sitzen.

Sie ist als schwerbehinderter Mensch im Sinne des Schwerbehindertenrechts mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 100 anerkannt.

Die Krankenkasse bewilligte dem Kind zwar einen speziellen Rollstuhl (Aktivrollstuhl), lehnte aber die Kostenübernahme für eine ärztlich verordnete elektrische Schiebe- und Bremshilfe ab. Die entsprechende Apparatur kostet mit Zubehör ca. 3.500 Euro.

Die Eltern des Mädchens sind aufgrund eigener Erkrankungen nicht in der Lage, ihre Tochter außerhalb des Nahbereichs der Wohnung ohne technische Hilfe sicher zu bewegen.

Die Entscheidung:

Die Richter des Sozialgerichts (SG) Frankfurt am Main verpflichteten die Krankenkasse, die Kosten für Schiebe- und Bremshilfen zu übernehmen.

In der ausführlichen Begründung ihrer Entscheidung erläutern sie, dass nur so wichtigen Grundbedürfnissen des Kindes Rechnung getragen werde. Im Einzelnen sind dies:

- die Bewegungsmöglichkeit außerhalb der Wohnung
- die Integration in den Kreis Gleichaltriger

Rechtsgrundlage für den Anspruch ist § 33 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V).

Quelle:

SG Frankfurt am Main, Urteil vom 12.03.2013
Aktenzeichen: S 25 KR 525/1

© bund-verlag.de - (jes)

Buchtipp der Online-Redaktion:

»Rechte behinderter Menschen – Der Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interessenvertretungen« von Norbert Minninger, Werner Hinterholz und Bernd Westermann, 3. Auflage, Bund-Verlag 2013, kartoniert, 350 Seiten, ISBN: 978-3-7663-6163-9

Aus dem Inhalt:

• Berechtigter Personenkreis
• Der behinderte Mensch auf dem Arbeitsmarkt
• Der behinderte Mensch im Steuerrecht
• Nachteilsausgleiche für behinderte Menschen
• Soziale Sicherung
• Rechtsschutz

Nützliche Musterschreiben erleichtern den Umgang mit den Behörden.