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Grundsicherung Keine Kostenübernahme für Besuche der Enkel

[20.12.2013]Hartz-IV-Empfänger haben keinen Anspruch darauf, dass das Jobcenter ihre Fahrtkosten für Besuche der Enkel übernimmt. Das geht aus einem Urteil des Landessozialgerichts (LSG) Niedersachsen-Bremen in Celle hervor. Es ging um Fahrtkosten in Höhe von 21 Euro pro Besuch.

Der Fall:

Geklagt hatte eine 50 Jahre alte Hartz-IV-Empfängerin aus Hannover, die ihre achtjährige Enkeltochter an jedem zweiten Wochenende aus Rastede bei Oldenburg abholt. Außerdem begleitet die Großmutter das Kind, wenn es seinen im Gefängnis sitzenden Vater besucht.

Die Frau verlangte vom Jobcenter die Übernahme der Kosten für zwei Bahnfahrten mit jeweils einem Niedersachsenticket im Wert von 21 Euro.

Die Entscheidung:

Nach Überzeugung der Richter ist in der bezogenen Hartz-IV-Leistung bereits eine Kostenpauschale zur Pflege sozialer Kontakte und Mobilität enthalten.

Die Frau könne zudem auf den Sparanteil zurückgreifen. Das Landessozialgericht (LSG) wies die Klage der Frau daher ab. Ob die Enkeltochter selbst einen Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten der Großeltern hat, war nicht Gegenstand des Verfahrens.

Die Richter haben wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache die Revision zum Bundessozialgericht (BSG) zugelassen.

Quelle:

LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 19.12.2013
Aktenzeichen: L 7 AS 1470/12
PM des LSG Niedersachsen-Bremen vom 20.12.2013 und dpa vom 20.12.2013

© bund-verlag.de - (jes)

Lesetipp der Online-Redaktion:

»Arbeitslosenversicherung und Hartz-IV-System: Bilanz des Jahres 2012 – Perspektiven für 2013« von Wilhelm Adamy in »Soziale Sicherheit (SoSi)« Ausgabe 3/2013, S. 105 - 117