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Behinderte Menschen Unterschiedliche Behandlung bei Rundfunkbeitrag ist rechtens

[10.12.2013]Es verstößt nicht gegen das Gleichbehandlungsgebot, dass in Privatwohnungen lebende Behinderte und Pflegebedürftige einen ermäßigten Rundfunkbeitrag zahlen müssen; Nutzer in Behinderten- und Pflegeheimen jedoch gar nichts.

Der Fall:
Die in einer Privatwohnung lebende Klägerin berief sich zum einen auf ihre Behinderung und Pflegebedürftigkeit und machte zum anderen geltend, einkommensschwach zu sein. Wegen der Behinderung und Pflegebedürftigkeit hatte ihr die GEZ eine Reduzierung des Beitrags auf ein Drittel (5,99 Euro) zugestanden; bei Bezug bestimmter staatlicher Sozialleistungen könne neben der Ermäßigung eine Befreiung beantragt werden.

Der Befreiungsantrag der Frau wurde abgelehnt, weil sie das Vorliegen der Voraussetzungen hierfür nicht ausreichend nachgewiesen habe.

Die Entscheidung:
Der Bayerische VGH hat dies bestätigt.

Eine gänzliche Befreiung einkommensschwacher Personen von der Rundfunkbeitragspflicht setzt den Nachweis der Bedürftigkeit durch Vorlage einer Bestätigung oder eines Bescheids der hierfür zuständigen Behörde oder des Sozialleistungsträgers voraus.

Die nicht in dieser Weise nachgewiesene Bedürftigkeit ist auch nicht als besonderer Härtefall anzusehen. So liegt es hier im Fall der Klägerin.

Dass die Beitragspflicht in Privatwohnungen lebender Behinderter und Pflegebedürftiger lediglich ermäßigt ist, von Rundfunknutzern in Behinderten- und Pflegeheimen dagegen nach Maßgabe des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags kein Rundfunkbeitrag erhoben werde, verstößt nicht gegen das Gleichbehandlungsgebot.

Quelle:
Bay. VGH, Beschluss vom 03.12.2013,
Aktenzeichen: 7 ZB 13.1817

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