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Beschädigtenversorgung Ansprüche wegen Impfschadens nach Hepatitis-Impfung

[23.01.2014]Ein zweijähriger Junge, der nach einer Hepatitis-Impfung am Guillain-Barré-Syndrom (Nervenerkrankung mit Lähmungen und Gefühlsstörungen in Armen und Beinen) erkrankt, hat Anspruch auf Beschädigtenversorgung, entschied das SG Dortmund.

Der Fall:

Ein Junge aus Hamm wurde im Alter von zwei Jahren durch seine Kinderärztin gegen Hepatitis A und B geimpft. Seither leidet er an den Folgen eines Guillain-Barré-Syndroms in Form von Restlähmungen in den Beinen und einer Fußfehlstellung.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe – LWL Versorgungsamt Westfalen – in Münster lehnte die Anerkennung und Entschädigung eines Impfschadens ab, weil der ursächliche Zusammenhang zwischen der Impfung und der Erkrankung des Jungen nicht wahrscheinlich sei. Die Eltern erhoben im Namen ihres Sohnes Klage gegen diese Entscheidung.

Die Entscheidung:

Die Klage hatte vor dem Sozialgericht (SG) Dortmund Erfolg. Das SG verurteilte den Landschaftsverband als Versorgungsträger, die gesundheitlichen Folgen des Guillain-Barré-Syndroms als Impfschaden anzuerkennen. Dem Jungen ist danach Beschädigtenversorgung nach dem Infektionsschutzgesetz in Verbindung mit dem Bundesversorgungsgesetz zu gewähren.

Auf Grund der medizinischen Beweiserhebung bejahte das Gericht einen Zusammenhang zwischen der Hepatitis B – Komponente der Impfung und dem Guillain-Barré-Syndrom. Damit sei eine haftungsbegründende Kausalität gegeben. Die in der medizinischen Wissenschaft für möglich gehaltene Impfkomplikation habe sich vorliegend mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit realisiert, so das SG Dortmund.

Die vom beklagten Landschaftsverband angeführte konkurrierende Ursache eines grippalen Infektes sei insbesondere auf Grund der dokumentierten Laborwerte unwahrscheinlich.

Quelle:

SG Dortmund, Urteil vom 13.11.2013
Aktenzeichen: S 7 VJ 601/09
PM des Sozialgerichts Dortmund vom 16.01.2014

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