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Unfallversicherung Sturz beim Skifahren ist kein Arbeitsunfall

[31.01.2014]Verletzt sich ein Teilnehmer an einem von Dritten organisierten Ski-Event, liegt darin kein Arbeitsunfall. Das gilt auch dann nicht, wenn die Veranstaltung darauf ausgerichtet ist, Geschäftskontakte zu pflegen bzw. neu zu begründen und der Verletzte aus betriebsbezogenen Gründen teilgenommen hat, entschied das Bayrische Landessozialgericht.

Der Fall

Der Kläger ist Geschäftsführer eines Unternehmens und freiwillig unfallversichert. Er nahm auf Einladung einer Volksbank an einem mehrtägigen Ski-Event teil, auf dem auch Informationen zu aktuellen Finanzthemen präsentiert wurden. Auch der Kläger nutzte die Veranstaltung, um Geschäftskontakte pflegen und neu zu begründen. Bei einer Ski-Abfahrt stürzte der Kläger und zog sich dadurch einen Riss des rechten Kreuzbandes zu. Der Kläger wollte, dass der Skiunfall als Arbeitsunfall anerkannt wird. Die Berufsgenossenschaft lehnte dies ab, da es keinen Bezug zwischen der Ski-Abfahrt zum Geschäftsbetrieb des Klägers gegeben habe.

Nach Ansicht des Klägers diente seine Teilnahme allein geschäftlichen Zwecken. Bei der gesamten Veranstaltung habe der Networking-Gedanke im Vordergrund gestanden. Deshalb sei es nicht möglich, das Veranstaltungsprogramm in betriebliche und private Tätigkeiten aufzuteilen. Das Skifahren habe somit der betrieblichen Tätigkeit gedient. Darüber hinaus habe sich der Kläger zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Weg zum Mittagsessen mit potentiellen Geschäftspartnern befunden, bei dem Anbahnung und Vertiefung von Vertragsbeziehungen im Mittelpunkt standen.

Die Entscheidung

Ebenso wie das SG Würzburg in der Vorinstanz lehnte auch das Bayerische LSG einen Arbeitsunfall des Klägers ab. Der Sturz auf der Piste nicht gesetzlich unfallversichert, da der Kläger keiner versicherten Tätigkeit nachgegangen sei.

Allein daraus, dass der Kläger an der Veranstaltung aus betriebsbezogenen Gründen teilgenommen habe, folge nicht, dass die gesamte Teilnahme unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht. Versicherungsschutz bestehe nur dann, wenn die konkrete Verrichtung, die zu dem Unfall geführt hat, nach ihrer objektiven Handlungstendenz dem Unternehmenszweck gedient habe.

Daran fehle es aber in diesem Fall. Der Ski-Event hatte nicht nur betriebliche Bezüge aufgewiesen. Der Kläger wäre nur gesetzlich unfallversichert, falls er im Unfallmoment für Unternehmenszwecke tätig gewesen wäre. Schon aus Kommunikationsgründen sei aber auszuschließen, dass auf der Ski-Piste geschäftliche Besprechungen stattfänden. Der Sturz auf der Piste war folglich kein Arbeitsunfall.

Quelle
Bayerisches LSG, Urteil vom 31.10.2013
Aktenzeichen: L 17 U 484/10
Veröffentlichung am 30.01.2014 


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