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Krankenversicherung Kasse muss Helmtherapie für Säugling nicht zahlen

[21.02.2014]Die Krankenkasse ist nicht verpflichtet, die Kosten für einen individuell angefertigten Helm zu übernehmen, wenn der Schädel nach der Geburt des Kindes eine Asymmetrie aufweist, entschied das Sozialgericht Detmold. Die Eltern müssen die Kosten selbst tragen, wenn sie die Therapie auf ärztliche Empfehlung durchführen lassen.

Den Klägern wurde im Jahr 2012 Zwillingskinder geboren. Nach der Geburt wies der Schädel eines der Säuglinge eine Asymetrie auf. Die Eltern ließen nach ärztlicher Empfehlung eine Helmtherapie durchführen. Die Kosten beliefen sich auf 1819,00 EUR, deren Erstattung die Eltern von der Krankenkasse verlangen.

Helmtherapie von den Kassen nicht anerkannt
Die Helmtherapie, bei der das Wachstum des kindlichen Kopfes durch den speziell angepassten Helm (Kopforthese) beeinflusst werden soll, stellt - so das Gericht - eine neue Behandlungsmethode dar, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehört. Das hierfür zuständige Gremium - der Gemeinsame Bundesausschuss - hat zu dieser Therapiemethode noch keine Empfehlung abgegeben. Daher sei es den Krankenkassen verwehrt, die Kosten für diese Methode zu übernehmen.

Kosten werden nur ausnahmsweise übernommen
Es könne dabei offen bleiben, ob die Schädelasymmetrie für sich gesehen überhaupt eine Krankheit darstellt. Jedenfalls sind die Auswirkungen nicht so schwerwiegend war, als dass ausnahmsweise unter Berücksichtigung eines so genannten Systemversagens eine Verpflichtung der Krankenkasse zur Kostenübernahme in Betracht käme.

Leitlinienempfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) gebe es nicht. Ebenso wenig lägen anderweitige wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einsatz der Methode vor. Die 3. Kammer des SG Detmold hat sich damit der ganz überwiegenden Rechtsprechung angeschlossen, wonach die Helmtherapie nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung gehört. Die Entscheidung ist derzeit noch nicht rechtskräftig.

Quelle:
SG Detmold, Urteil vom 16.01.2014
Aktenzeichen S 3 KR 130/13 (nicht rechtskräftig)
SG Detmold, Pressemitteilung vom 17.02.2014

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